Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Ermittlung der Zahl der Ausländer in Hessen, 23. Juli 1945

Die US-Militärregierung ermittelt, wie viele Ausländer (ehemalige Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und andere Personen) sich in Lagern in Hessen befinden. Allein in Wiesbaden und Wetzlar beläuft sich die Zahl dieser Displaced Persons auf 18.375.

Ihre Erfassung und Rückführung gestaltet sich als schwierige Aufgabe für die Militärverwaltung, die gemeinsam mit der Weltflüchtlingsorganisation UNRRA (United Nations Relief and Rehabilitation Administration) eine geordnete und humane Unterbringung herzustellen versucht, zumal ein Teil der Verschleppten – darunter viele jüdische Überlebende der Vernichtungslager und „Ostarbeiter“ – nicht zurückkehren will. So befinden sich im Sommer 1946 noch 6.000 Juden in den Sammellagern in Eschwege, Zeilsheim und Lampertheim sowie allein in Hanau 7.000 Polen und Litauer.
Erste Schätzungen der Gesamtzahl der Displaced Persons im Gebiet der britischen und französischen Zone stellten die Alliierten bereits Ende Mai 1945 an.
(OV)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Ermittlung der Zahl der Ausländer in Hessen, 23. Juli 1945“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/896> (Stand: 23.7.2025)
Ereignisse im Juni 1945 | Juli 1945 | August 1945
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