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Herzogtum Nassau 1819 – 49. Caub-Ransel

Wollmerschied

Stadtteil · 391 m über NN
Gemeinde Lorch, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

15 km südwestlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Dorf mit lockerer Häuseranordnung auf einem am Ostrand nach dem Werkerbach abfallenden Hochplateau.

Ersterwähnung:

1324

Historische Namensformen:

  • Wollmerscheit (1324)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3418518, 5553978
UTM: 32 U 418476 5552197
WGS84: 50.116412° N, 7.859687° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439010050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 553, davon 111 Acker (= 20.07 %), 20 Wiesen (= 3.62 %), 391 Holzungen (= 70.71 %)
  • 1961 (Hektar): 553, davon 401 Wald (= 72.51 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1687: 8 Herdstellen
  • 1700: 6 Bürger und 4 Beisassen
  • 1781: 24 Herdstellen
  • 1820: 138 Einwohner
  • 1885: 223, davon 12 evangelisch (= 5.38 %), 211 katholisch (= 94.62 %)
  • 1961: 228, davon 22 evangelisch (= 9.65 %), 206 katholisch (= 90.35 %)
  • 1970: 194

Diagramme:

Wollmerschied: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1604: Kurfürstentum Mainz, Rheingau, Unterhalbamt Lorch (bis 1659 jedoch noch unter unmittelbarer erzstiftischer Herrschaft)
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Rüdesheim und Amtsvogtei Geisenheim (Teil der Vogtei Ransel des Grafen von Sickingen)
  • 1803: Nassau-Usingen, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Rüdesheim
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Rüdesheim
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VIII (Kreisamt Rüdesheim)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Rüdesheim
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Rheingaukreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingaukreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Rheingaukreis

Gericht:

  • 1816: Amt Rüdesheim
  • 1849: Justizamt Rüdesheim
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Rüdesheim
  • 1867: Amtsgericht Rüdesheim am Rhein

Gemeindeentwicklung:

Am 01.01.1977 zur Stadt Lorch.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Aus einer Grundherrschaft des Mainzer Erzstiftes hervorgegangen. Der Werkerhof gehörte den Grafen von Sickingen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kapelle 1719 geweiht.
  • Heutige Kirche 1894 errichtet.

Pfarrzugehörigkeit:

Zur Pfarrei Lorch gehörig, später Filiale von Ransel.

Bekenntniswechsel:

Die Reformation konnte sich im Erzbistum Mainz nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Wollmerschied, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10862> (Stand: 16.10.2018)