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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 11. Giessen

Weitere Informationen

Wohnbach

Ortsteil · 158 m über NN
Gemeinde Wölfersheim, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11,5 km nordöstlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Friedberg – Hungen – Nidda ("Horlofftalbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.10.1897) bis Stilllegung der Teilstrecke 1983.

Siedlungsentwicklung:

Römerkastelle in der Gemarkung

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3487904, 5588189
UTM: 32 U 487834 5586394
WGS84: 50.42944° N, 8.828715° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440024050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3564, davon 2314 Acker, 245 Wiesen, 912 Wald
  • 1961 (Hektar): 891, davon 230 Wald (= 25.81 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 957, davon 787 evangelisch (= 82.24 %), 153 katholisch (= 15.99 %)
  • 1970: 960 Einwohner

Diagramme:

Wohnbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1017: in pago Wedereiba in comitatu Bruningi comitis Budenesheim (im Gau Wetterau in der Grafschaft des Grafen Bruning)
  • 1787: Grafschaft zu Solms-Laubach (Anteil an der Herrschaft Münzenberg), Amt Utphe
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Utphe (zur Standesherrschaft Solms gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Utphe (zur Standesherrschaft Solms gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Hungen
  • 1837: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1271: Gericht Wohnbach
  • 1820: standesherrliches Amt Utphe
  • 1822: Landgericht Laubach
  • 1848: Landgericht Hungen
  • 1879: Amtsgericht Hungen
  • 1934: Amtsgericht Friedberg

Herrschaft:

Das Gericht Wohnbach gelangt 1271 an Werner von Falkenstein.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 zur Gemeinde Wölfersheim.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Vermutlich 1015 schenkt Kaiser Heinrich II. dem St. Michaelskloser zu Bamberg zahlreiche königliche Höfe, u.a. einen Teil des Reichsgutes Wohnbach
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1313: Pleban

Patrozinien:

  • Maria [1473]

Patronat:

1537: Solms-Lich ä.L.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Heinrich Schmidt 1543-1558(?)

Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1612 wieder lutherisch

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat St. Mariengreden, Sendbezirk Berstadt

Juden:

1830: 40, 1905: 38 Juden

Kultur

Schulen:

Schule im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts errichtet; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von 1891

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Wirtschaft:

1854 werden in der Gemarkung ergiebige Steinbrüche erwähnt.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Wohnbach, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12003> (Stand: 29.4.2024)