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Herzogtum Nassau 1819 – 40. Wehen

Wingsbach

Stadtteil · 392 m über NN
Gemeinde Taunusstein, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6 km nordöstlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Siedlung an einem nördlichen Zufluss der Aar.

Ersterwähnung:

1223/34

Historische Namensformen:

  • Wingisbach (1223/34) [Codex Blidenstatensis, hier nach Schmidt, Nassau-Idstein, Teil II: Ortslexikon, S. 150-151]
  • Winigespach (um 1364) [HHStAW Bestand 131 Nr. U 21]
  • Winspach (Ende 14. Jahrhundert)
  • Winsbach (1444)
  • Wingsbach (15. Jahrhundert)
  • Wiennßbach (1593)
  • Wingßbach (um 1650)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3439286, 5559355
UTM: 32 U 439235 5557571
WGS84: 50.167235° N, 8.149165° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439015100

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 578, davon 169 Acker (= 29.24 %), 48 Wiesen (= 8.30 %), 289 Holzungen (= 50.00 %)
  • 1961 (Hektar): 579, davon 332 Wald (= 57.34 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1593: 36 Haushaltungen
  • 1615: 24 Haushaltungen
  • 1629: 27 Haushaltungen
  • 1670: 5 Haushaltungen
  • 1747: 14 Wohnhäuser
  • 1821: 116 Einwohner
  • 1885: 197, davon 191 evangelisch (= 96.95 %), 6 katholisch (= 3.05 %)
  • 1961: 314, davon 234 evangelisch (= 74.52 %), 78 katholisch (= 24.84 %)
  • 1970: 488
  • Um 1700: ca. 50 Einwohner

Diagramme:

Wingsbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1444: Amt Wehen
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Amt Wehen
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Wehen
  • 1849: Justizamt Wehen
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Wehen
  • 1867: Amtsgericht Wehen
  • 1945: Amtsgericht Bad Schwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1972 zur Stadt Taunusstein.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Wingsbach gelangt wohl als Bleidenstädter Lehen an Nassau-Weilburg (1355), 1629 an Nassau-Idstein, 1728 an Nassau-Usingen.
  • Bleidenstadt besitzt und erhält 1360 Einkünfte für den Gastmeister und Ende des 14. Jahrhunderts Wagenfronden. 1660 ist das Gut der Koeth von Wanscheidt ein Bleidenstädter Lehen.

Zehntverhältnisse:

1504 erhält Kloster Bleidenstadt den Zehnten aus Wingsbach.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Zum Kirchspiel Bleidenstadt gehörig.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Wingsbach, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10835> (Stand: 16.10.2018)