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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 30. Hirschhorn

Weiher

Ortsteil · 202 m über NN
Gemeinde Mörlenbach, Landkreis Bergstraße 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11 km südöstlich von Heppenheim

Lage und Verkehrslage:

Straßendorf an der L 3120 im Tal der Mörlenbach zwischen Heppenheim und Wald-Michelbach. Nordwestlich Anbindung an B 38. Südlich führt die Solardraisine Überwaldbahn Mörlenbach – Wald-Michelbach vorbei. Am südlichen Ortsrand zwei Viadukte der Überwaldbahn aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Ersterwähnung:

1369

Historische Namensformen:

  • Wilre (1369)
  • Wiler (1392)
  • Wiler, Wyler (1488)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3483173, 5494499
UTM: 32 U 483104 5492741
WGS84: 49.587013° N, 8.766246° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

431017070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2050, davon 966 Acker, 288 Wiesen, 739 Wald
  • 1961 (Hektar): 513, davon 197 Wald (= 38.40 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 354 Einwohner
  • 1961: 1013, davon 118 evangelisch (= 11.65 %), 884 katholisch (= 87.27 %)
  • 1970: 1218 Einwohner

Diagramme:

Weiher: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Oberamt Starkenburg, Amtsvogtei Fürth, Cent Mörlenbach
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amtsvogtei Fürth
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Fürth
  • 1812: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Wald-Michelbach
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Wald-Michelbach
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Lindenfels
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim (Umbenennung)
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Heppenheim
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Lindenfels
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Bergstraße (Umbenennung)
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße

Altkreis:

Bergstraße

Gericht:

  • 1821: Landgericht Fürth
  • 1879: Amtsgericht Fürth

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1971 zur Gemeinde Mörlenbach

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1683: zur Pfarrei Mörlenbach

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Wiederholter Bekenntniswechsel: zunächst lutherisch, ab 1563 unter Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz reformiert, ab 1576 unter Kurfürst Ludwig VI. lutherisch, ab 1583 durch Pfalzgraf Johann Kasimir reformiert.

Katholischer Bekenntniswechsel: 1624, 1631 unter den Schweden wieder reformiert, 1635 endgültig katholisch

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von 1908

Wirtschaft

Mühlen:

1648: Mühle auf Hubgut mit Wasserrad

1654: unterste Mühle und Volzenmühle

Heinz Reitz (s. Literatur) hat 4 Mühlen verzeichnet: Papiermühle Senz, Jägersmühle, Gölzenmühle und Oberste Mühle

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Weiher, Landkreis Bergstraße“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13167> (Stand: 5.3.2022)