Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Wahlen

Stadtteil · 340 m über NN
Gemeinde Kirtorf, Vogelsbergkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12 km nordwestlich von Alsfeld

Lage und Verkehrslage:

Flurname Burgwiese

Ersterwähnung:

1276

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa 1297 (q>Gudenus, Codex diplomaticus 1#gudenus17431 S. 987).

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • An die Burg erinnert nur noch die Flurbezeichnung "Burgwiese".

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3509038, 5630244
UTM: 32 U 508960 5628432
WGS84: 50.807549° N, 9.127167° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

535010070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 5440, davon 1762 Acker, 845 Wiesen, 2731 Wald
  • 1961 (Hektar): 1359, davon 554 Wald (= 40.77 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 471, davon 431 evangelisch (= 91.51 %), 36 katholisch (= 7.64 %)
  • 1970: 457

Diagramme:

Wahlen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberamt Alsfeld, Amt Kirtorf, Eußergericht (halb dem Landgrafen, halb dem Freiherrn Schenk zu Schweinsberg)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Oberamt Alsfeld, Amt Kirtorf, Eußergericht
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Romrod
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Kirtorf
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Alsfeld
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis:

Alsfeld

Gericht:

  • 1821: Landgericht Homberg;
  • 1879: Amtsgericht Homberg;
  • 1968: Amtsgericht Kirchhain (Landgerichtsbezirk Marburg [Lahn]).

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Stadtgemeinde Kirtorf eingegliedert.

Besitz

Ortsadel:

1276: Gerlacus de Walhen (Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 1 Nr. 327);

1297: Conradi de Walhen (q>Gudenus, Codex diplomaticus 1#gudenus17431 S. 987).

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1543: Pfarrer

Pfarrzugehörigkeit:

1560 gehörte Gleimenhain zum Kirchspiel.

Patronat:

1577 war der Landgraf von Hessen Patron.

Diakonische Einrichtung:

Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft

Bekenntniswechsel:

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Jodokus Kleinhenn 1543-1572(?)

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzdiözese Mainz, Archidiakonat St. Stephan Mainz, Dekanat Amöneburg, Sendbezirk Kirtorf

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Wahlen, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10040> (Stand: 27.3.2026)