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Historisches Ortslexikon

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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 51. Gilserberg

Strang

Ortsteil · 303 m über NN
Gemeinde Jesberg, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

20,5 km südwestlich von Fritzlar.

Lage und Verkehrslage:

Kleines Dorf mit regellosem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung im Quellbereich des Schlierbachs. Lindenplatz in zentraler Lage.

Straße Elnrode - Hundshausen führt am Nordost-Rand der Siedlung vorbei.

Ersterwähnung:

1565

Historische Namensformen:

  • Strange, ufm (1565) (Staatsarchiv Marburg Urkunden von Linsingen)
  • Strang, de (um 1570)
  • Strangk, der (1575/85)

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1575/85: Dorf

Umlegung der Flur:

1910/1911

Älteste Gemarkungskarte:

1769

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3510677, 5647740
UTM: 32 U 510599 5645921
WGS84: 50.964794° N, 9.150928° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

634010060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1742 (Kasseler Acker): 207 Land, 35 Wiesen
  • 1885 (Hektar): 119, davon 55 Acker (= 46.22 %), 8 Wiesen (= 6.72 %), 51 Holzungen (= 42.86 %)
  • 1961 (Hektar): 122, davon 38 Wald (= 31.15 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1575/85: 7 Hausgesesse 1724: 19 Personen. 1742 und 1747: 7 Häuser bzw. Hausgesesse. 1778: 44 Einwohner, 1834:69, 1885:55, 1925:67, 1939:61, 1950:93, 1961: 56 Einwohner.
  • 1861: alle Einwohner evangelisch-reformiert. 1961: 55 evangelisch, 1 römisch-katholische Einwohner. 1961 (Erwerbspersonen): 25 Land- und Forstwirtschaft, 7 Produzierendes Gewerbe, 1 Handel und Verkehr, 1 Dienstleistungen und Sonstiges
  • 1885: 55, davon 52 evangelisch (= 94.55 %), 3 katholisch (= 5.45 %)
  • 1961: 56, davon 55 evangelisch (= 98.21 %), 1 katholisch (= 1.79 %)

Diagramme:

Strang: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1575/85: Amt Borken, niederes und peinliches Gericht von Löwenstein
  • 1742: Amt Borken, Gericht von Hoff zu Rommershausen
  • 1805: Amt Jesberg
  • 1807: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton und Friedensgericht Jesberg
  • 1814: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Amt Jesberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Fritzlar
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fritzlar
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Fritzlar
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fritzlar, Amtsgericht Jesberg
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Gericht:

  • 1821: Justizamt Jesberg
  • 1968: Amtsgericht Fritzlar
  • 1970: Amtsgericht Fritzlar

Gemeindeentwicklung:

Am 15.9.1964 erfolgte der zwischenzeitliche Zusammenschluss der Gemeinden Elnrode und Strang zur Gemeinde Elnrode-Strang. Am 31.12.1971 wurden nach deren Auflösung die beiden ehemaligen Gemeinden im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteile in die Gemeinde Jesberg eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1575/85: Im Besitz der von Löwenstein-Schweinsberg
  • 1747: Im Besitz der von Hoff
  • 1778: Im Besitz der von Hattenbach
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1510-1568: Strang eingepfarrt nach Schlierbach

1780 und noch 1817: Strang der Filiale Schlierbach eingepfarrt

1820 und später: Strang mit Elnrode Filiale von Jesberg

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Strang, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4283> (Stand: 16.10.2018)