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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 77. Rasdorf

Soislieden

Ortsteil · 445 m über NN
Gemeinde Hohenroda, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Gehöftgruppe

Lagebezug:

15,5 km südöstlich von Bad Hersfeld

Ersterwähnung:

1585

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3563038, 5628071
UTM: 32 U 562939 5626259
WGS84: 50.784665° N, 9.892831° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632010060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 79, davon 53 Acker (= 67.09 %), 0,2 Wiesen (= 0.00 %), 14 Holzungen (= 17.72 %)
  • 1961 (Hektar): 80, davon 32 Wald (= 40.00 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 36, davon 33 evangelisch (= 91.67 %), 3 katholisch (= 8.33 %)
  • 1961: 41, davon 40 evangelisch (= 97.56 %), 1 katholisch (= 2.44 %)
  • 1970: 31

Diagramme:

Soislieden: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1585: Ritterschaftliches Patrimonialgericht der von Buchenau als fuldisches Lehen
  • 1789: Herrschaft der fränkischen Ritterschaft von Buchenau
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Cent Eiterfeld
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hünfeld

Gericht:

  • 1822: Justizamt Eiterfeld
  • 1867: Amtsgericht Eiterfeld
  • 1945: Amtsgericht Hünfeld

Herrschaft:

Dorf der von Buchenau im zur Alten Burg Buchenau gehörenden Gericht Buchenau, das von Fulda zu Lehen ging. Die Herrschaft Buchenau erstreckte sich über Branders, Mengers, Buchenau, Eitra, Erdmannrode, Fischbach, Bodes und Körnbach. 1585 wurde das Verhältnis zum Stift Fulda grundlegend geregelt: Fulda erhielt die Zentgerichtsbarkeit, den Herren von Buchenau stand die unumschränkte Vogtei zu. Die Zenthuldigungen an Fulda wurden 1738 und 1763 verweigert, doch bestand Fulda auf seinen Anteil. 1815 starb das alte hessische Adelsgeschlecht in der männlichen Linie aus und der umfangreiche Besitz fiel an Kurhessen, nach dessen Niederlage 1866 an den preußischen Staat.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1970 wurde im Zuge der hessischen Gebietsreform die Gemeinde Soislieden nach Mansbach eingegliedert, gefolgt von der Gemeinde Oberbreitzbach am 1.7.1970. Am 1.2.1971 wurden die ehemaligen Gemeinden dann zu Ortsteilen der neu gebildeten Gemeinde Hohenroda.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Ein Dorf der von Buchenau in ihrem Gericht.
  • 1655 wollte Fulda es zum Gericht Haselstein ziehen (Fuld. Akten, von Buchenau).
Kirche und Religion

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Soislieden, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3340> (Stand: 20.4.2026)