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Historisches Ortslexikon

Seibelsdorf

Ortsteil · 264 m über NN
Gemeinde Antrifttal, Vogelsbergkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6 km nordwestlich von Alsfeld

Ersterwähnung:

1263

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3514050, 5627370
UTM: 32 U 513970 5625559
WGS84: 50.781615° N, 9.198162° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

535002040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (Hektar): 504, davon 198 Wald (= 39.29 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1939: 251
  • 1961: 273, davon 21 evangelisch (= 7.69 %), 247 katholisch (= 90.48 %)
  • 1970: 313

Diagramme:

Seibelsdorf: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton Neustadt
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Landkreis Kirchhain
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Kirchhain
  • 1866: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis:

Alsfeld

Gericht:

  • 1821: Justizamt Neustadt
  • 1866: Landgericht Alsfeld
  • 1879: Amtsgericht Alsfeld

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Gemeinde Antrifttal eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1267 verkaufen Ritter Gerlach von Seibelsdorf und seine Frau ihre freien Allodialgüter zu Seibelsdorf und Reprode an den Deutschen Orden zu Marburg. Komture werden 1455-1481 genannt.
  • 1491 werden diese an Hans v. Dörnberg verkauft.

Ortsadel:

1263: Gerlacus de Syboldisdorf (Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 1 Nr. 198).

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kapelle zum hl. Sebaldus.

Pfarrzugehörigkeit:

Zum Kirchspiel Ruhlkirchen gehörig.

Klöster:

Bekenntniswechsel:

Da zu Ruhlkirchen gehörig, Einführung der Reformation möglicherweise um 1530, spätestens 1550 unter dem Ruhlkirchener Pfarrer Antonius Berghauer.

Katholischer Bekenntniswechsel: ab 1587

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule, Schulhaus von 1881

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Seibelsdorf, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9948> (Stand: 20.8.2023)