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Historisches Ortslexikon

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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 97. Oberzell / 104. Grieshof

Schwarzenfels

Ortsteil · 400 m über NN
Gemeinde Sinntal, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11,5 km südöstlich von Schlüchtern

Weitere Namen:

  • Schwarzenfeld [fälschlich]

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Sterbfritz/Mottgers-Süd.

Historische Namensformen:

  • Swarzenfels (1290)
  • Swarcefels (1305)
  • Zwarzenfils (1361)

Bezeichnung der Siedlung:

  • Tal (um 1530);
  • Flecken (1549);

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3548038, 5573941
UTM: 32 U 547944 5572151
WGS84: 50.299525° N, 9.673178° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435027080

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 600, davon 361 Acker (= 60.17 %), 186 Wiesen (= 31.00 %), 4 Holzungen (= 0.67 %)
  • 1961 (Hektar): 1202, davon 618 Wald (= 51.41 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1549: 17 Haushaltungen
  • 1587:12 Schützen, 7 Spießer
  • 1812: 63 Feuerstellen, 482 Seelen
  • 1885: 539, davon 528 evangelisch (= 97.96 %), 9 katholisch (= 1.67 %), 2 Juden (= 0.37 %)
  • 1961: 491, davon 441 evangelisch (= 89.82 %), 46 katholisch (= 9.37 %)
  • 1970: 501

Diagramme:

Schwarzenfels: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Schwarzenfels
  • 1803: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels
  • 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Schwarzenfels
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis Schlüchtern
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Schlüchtern
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Schlüchtern

Gericht:

  • 1453 gehören zum Gericht Schwarzenfels: Gundhelm, Heubach, Hutten, Kressenborn, Leibolds, Lindenberg, Neuendorf, Oberkalbach, Ramholz, Ramholzborn, Sterbfritz, Uttrichshausen, Vollmerz, Weichersbach, Wintersbach, Zell und halb Züntersbach.
  • 1822: Justizamt Schwarzenfels
  • 1867: Amtsgericht Schwarzenfels
  • 1932: Amtsgericht Schlüchtern

Gemeindeentwicklung:

Seit 01.07.1972 Ortsteil von Sinntal.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1277 Teilung des ursprünglich zusammengehörenden Gerichtsbezirks Motten zwischen dem Stift Fulda und den Herren von Hanau. Aufbau des Amtssitzes in der Folge durch die Grafen von Hanau.

Ortsadel:

1290-1309

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Eingepfarrt nach Mottgers, später Filiale.

Diakonische Einrichtung:

07.05.1910 Gemeindepflegestation, eine Schwester, Krankenpflege, Vereinsbetreuung, Gemeindearbeit, Kinderschule, Sardemann, Geschichte des hessischen Diakonissenhauses zu Cassel, S. 334; Diakoniestation bis 1989 (Landeskirchliches Archiv Kassel, Findbuch G 2.6. Kurhessisches Diakonissenhaus)

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Mottgers, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Mottgerser Pfarrer Wendelin Ithmann um 1545.

Reformierter Bekenntniswechsel

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Klassen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

1778 gehören zum Amt Schwarzenfels: Breunings, Heubach, Mottgers, Neuengronau, Oberzell, Sterbfritz Uttrichshausen, Weichersbach und Züntersbach.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Schwarzenfels, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12554> (Stand: 31.3.2022)