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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 27. Erbach

Weitere Informationen

Schlierbach

Stadtteil · 233 m über NN
Gemeinde Lindenfels, Landkreis Bergstraße 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

10,5 km östlich von Bensheim

Ersterwähnung:

1356

Historische Namensformen:

  • Slirbach (1356)
  • Slierbach (1392, 1398-1400, 1406)
  • Slyrbach (1418)
  • Schlierbach (1530)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3483121, 5505196
UTM: 32 U 483053 5503434
WGS84: 49.683188° N, 8.765065° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

431015050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 804, davon 381 Acker, 161 Wiesen, 246 Wald
  • 1961 (Hektar): 200, davon 48 Wald (= 24.00 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1613: 15 Hausgesessene, 9 leibeigene Männer, 8 leibeigene Frauen
  • 1784: 154 Einwohner
  • 1961: 342, davon 309 evangelisch (= 90.35 %), 31 katholisch (= 9.06 %)
  • 1970: 672 Einwohner

Diagramme:

Schlierbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Kurfürstentum Pfalzbayern, Pfalzgrafschaft bei Rhein, Oberamt Lindenfels, Tal-Cent
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Lindenfels
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Lindenfels
  • 1812: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Fürth
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Fürth
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Lindenfels
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim (Umbenennung)
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Heppenheim
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Lindenfels
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Bergstraße (Umbenennung)
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße

Altkreis:

Bergstraße

Gericht:

  • 1821: Landgericht Fürth
  • 1879: Amtsgericht Fürth

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 zur Stadt Lindenfels

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1401: erster Beleg für das Vorhandensein einer Kirche oder Kapelle

Patrozinien:

  • Sebastian

Pfarrzugehörigkeit:

Filial von Fürth, ab den 1560er Jahren Filial von Lindenfels, nach 1572 eigenständige Pfarrei

1611 Filialen u.a. Kolmbach, Glattbach, Winkel, Eulsbach, Erlenbach und Seidenbach

Nach dem Dreißigjährigen Krieg von Lindenfels versehen.

Patronat:

1401: Pfalz

Bekenntniswechsel:

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Johannes Fideler 1585-1605

Wiederholter Bekenntniswechsel: zunächst lutherisch, ab 1563 unter Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz reformiert, ab 1576 unter Kurfürst Ludwig VI. lutherisch, ab 1583 durch Pfalzgraf Johann Kasimir reformiert.

Katholischer Bekenntniswechsel: 1620er Jahre

Reformierter Bekenntniswechsel: 1630er Jahre

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat Neuhausen, Landkapitel Weinheim

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhausbau 1877

Wirtschaft

Mühlen:

1398-1400 hatte Heinrich Bamholt eine Mühle unter Lindenfels zum Lehen.

1488: Abgaben einer Fronmühle

1568: zwei Schleifmühlen, eine Lohnmühle

Zur Schlierbacher Mühle vgl. Heinz Reitz (s. Literatur)

Zoll:

1768: Wehrzollstätte

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Schlierbach, Landkreis Bergstraße“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13058> (Stand: 29.4.2024)