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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 15. Friedberg
Gerichtsstätten
Rendel, Gerichtsplatz

Weitere Informationen

Rendel

Stadtteil · 133 m über NN
Gemeinde Karben, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km südlich von Friedberg

Siedlungsentwicklung:

Im Westen der Gemarkung römische Niederlassung "Krachenburg"

Historische Namensformen:

  • Rendele, in (1191) [UB Mainz 2,2, Nr. 557, S. 922-924]
  • Rendelen, de (1192) [Kopiar 16. Jahrhundert UB Mainz 2,2, S. 936-938, Nr. 568]

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Burganlage im Dorfbereich vermutet

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3485156, 5564298
UTM: 32 U 485087 5562512
WGS84: 50.214598° N, 8.790983° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440012070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3217, davon 2597 Acker, 599 Wiesen, - Wald
  • 1961 (Hektar): 817, davon 0 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 987, davon 807 evangelisch (= 81.76 %), 173 katholisch (= 17.53 %)
  • 1970: 1311 Einwohner

Diagramme:

Rendel: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Reichsburg Friedberg, Grafschaft Kaichen, Amt Büdesheim
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Burggrafschaft Friedberg, Amt Büdesheim (Souveränität beim Großherzog, aber Eigentum des Burggrafen bis zu dessen Ableben)
  • 1817: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Büdesheim
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Büdesheim
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Vilbel
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Vilbel
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1821: Landgericht Groß-Karben
  • 1853: Landgericht Vilbel
  • 1879: Amtsgericht Vilbel

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1970 zur Stadt Karben.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1191 nimmt Erzbischof Konrad von Mainz das Kloster Retters nach dem Vorbild Erzbischof Heinrichs in seinen Schutz und bestätigt seinen Besitz u.a. in Rendel.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1192: archipresbyter de Rendelen

Diakonische Einrichtung:

Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Konrad Gewendt 1535-1557, zunächst noch katholischer Frühmesser, unbekannt, seit wann evangelisch.

Katholischer Bekenntniswechsel: 1627, 1631 wieder lutherisch

Juden:

1830: 27, 1905: 24 Juden

zur Gemeinde Groß-Karben

Kultur

Schulen:

1592 Errichtung einer Schule; 1910 Volksschule mit zwei Klassen

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Rendel, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12085> (Stand: 27.3.2026)