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Historisches Ortslexikon

Reiskirchen

Ortsteil · 294 m über NN
Gemeinde Hüttenberg, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5,5 km südöstlich von Wetzlar

Ersterwähnung:

975

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3465378, 5596543
UTM: 32 U 465317 5594744
WGS84: 50.50364° N, 8.510928° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532014050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 2950, davon 1090 Wald
  • 1885 (Hektar): 754, davon 364 Ackerland (= 48.28 %), 62 Wiesen (= 8.22 %), 297 Holzungen (= 39.39 %)
  • 1961 (Hektar): 757, davon 258 Wald (= 34.08 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 367 evangelische Einwohner
  • 1961: 597, davon 515 evangelisch (= 86.26 %), 75 katholisch (= 12.56 %)

Diagramme:

Reiskirchen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Nassau-Weilburg, Grafschaft Nassau-Weilburg, Oberamt Atzbach, Amt Hütten- und Stoppelberg
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar (Immediat-Gebiet)
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

Herrschaft:

1585: ganz zur Grafschaft Nassau-Weilburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 975 schenkt König Otto II. seinem Getreuen Otbreht die dem Gerrich gerichtlich entzogene Besitzung Reiskirchen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 12. Jahrhundert: Kirche
  • 1366: Pfarrer

Pfarrzugehörigkeit:

Kirchspiel: 1366 Büblingshausen und Oberrechtenbach

Filial Niederwetz

Patronat:

12. Jahrhundert: im Besitz der Grafen von Eppstein als Lehen des Grafen von Nürings bzw. ab 1171 als Reichslehen

1226: Grafen von Münzenberg

1360: Philipp von Falkenstein

1536/38: Herren von Buseck

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Jakob Lich um 1530

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier

Kultur

Schulen:

1589 Schule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Zoll:

1366 bezieht der Pfarrer von Reiskirchen den Zehnten von Büblingshausen und Oberrechtenbach.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Reiskirchen, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8026> (Stand: 29.4.2024)