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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 15. Friedberg

Weitere Informationen

Ranstadt

Ortsteil · 134 m über NN
Gemeinde Ranstadt, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11,5 km nordwestlich von Büdingen

Lage und Verkehrslage:

Alter Bahnhof der Eisenbahnlinie Gießen – Gelnhausen ("Lahn-Kinzig-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 30.10.1870), ca. 1 Km nördlich des Ortes gelegen. Weiterer, neuerer Bahnhof derselben Strecke innerhalb der Ortslage.

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3498994, 5580143
UTM: 32 U 498920 5578351
WGS84: 50.357232° N, 8.984814° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440020050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3961, davon 1736 Acker, 387 Wiesen, 1699 Wald
  • 1961 (Hektar): 991, davon 420 Wald (= 42.38 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 1225, davon 860 evangelisch (= 70.20 %), 330 katholisch (= 26.94 %)
  • 1970: 1516 Einwohner

Diagramme:

Ranstadt: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum zu Stolberg-Gedern (Anteil an der Grafschaft Königstein), Amt Gedern
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Gedern (zur Standesherrschaft Stolberg gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Gedern (zur Standesherrschaft Stolberg gehörig)
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Nidda
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1820: standesherrliches Amt Gedern
  • 1821: Landgericht Ortenberg
  • 1879: Amtsgericht Ortenberg
  • 1912: Amtsgericht Nidda

Gemeindeentwicklung:

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Gemeinde s. Ranstadt. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Ranstadt.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Zur Pfarrei (Stiftskirche) Obermockstadt gehörig, in der Reformationszeit zu Ortenberg, 1558 oder 1559 eigenständige Pfarrei

Diakonische Einrichtung:

Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation: 1541

Erster eigener evangelischer Pfarrer: Johannes Riccius 1559-1605

Juden:

wenige Juden gehören zur Gemeinde Ober-Mockstadt; 1921 zwei jüdische Schüler

Kultur

Schulen:

um 1575 besteht bereits eine Schule; Schulmeister: Augustin Riccius bis 1603; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von 1875

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ranstadt, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12155> (Stand: 27.3.2026)