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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 11. Giessen

Weitere Informationen

Ostheim

Stadtteil · 200 m über NN
Gemeinde Butzbach, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9 km nordwestlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Kassel - Frankfurt am Main ("Main-Weser-Bahn").

Ersterwähnung:

1265

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Bei dem Beleg von (750-802) ist nicht zweifelsfrei zu entscheiden, ob es sich um dieses oder um das gleichnamige Ostheim (Stadt Nidderau) im Main-Kinzig-Kreis handelt.

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3476486, 5585176
UTM: 32 U 476421 5583382
WGS84: 50.402007° N, 8.668214° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440005130

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3359, davon 1922 Acker, 189 Wiesen, 1249 Wald
  • 1961 (Hektar): 552, davon 5 Wald (= 0.91 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 785, davon 605 evangelisch (= 77.07 %), 168 katholisch (= 21.40 %)
  • 1970: 886 Einwohner

Diagramme:

Ostheim: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Amt Butzbach und Philippseck
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Butzbach mit Philippseck
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Butzbach
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Butzbach
  • 1829: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Friedberg (verlegt aus Butzbach)
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1821: Landgericht Friedberg
  • 1840: Landgericht Butzbach
  • 1879: Amtsgericht Butzbach

Herrschaft:

1418/19 gelangt Ostheim, das zum Butzbacher Drittel gehörte, an die Herren von Eppstein.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 zur Stadt Butzbach.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • (750-802) überträgt ein gewisser Megenolt aus der Wetterau seine Güter zu Ostheim dem Kloster Fulda.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1343: Trennung von der Mutterkirche in Niederweisel und Erhebung zur Pfarrei

Patronat:

1343: Pfarrer der Mutterkirche in Niederweisel

1356: Johanniterkommende Niederweisel

1567: Landgrafschaft Hessen. Zur Zeit, da eine besondere Landgrafschaft Hessen-Butzbach bestand (1609-1643), sowie 1643-1658 und 1688-1709, galten dieselben Kollaturverhältnisse wie bei Butzbach.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Heinrich Möller 1531-1557

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Niederweisel

Juden:

1830: 11, 1905: 7 Juden

Kultur

Schulen:

1604 Schulgründung; 1910 Volksschule mit zwei Klasseen, Schulhaus von 1904

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ostheim, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12087> (Stand: 29.4.2024)