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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Herzogtum Nassau 1819 – 40. Wehen

Orlen

Stadtteil · 413 m über NN
Gemeinde Taunusstein, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

8,8 km nordöstlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit unregelmäßigem Grundriss am gleichnamigen Bach. Kirche in zentraler Lage. Moderne Siedlungsentwicklung in südwestliche Richtung

Ersterwähnung:

1339

Siedlungsentwicklung:

Eine Vorläufersiedlung wird in der Wüstung Hostert 500 m südlich von Orlen vermutet.

Historische Namensformen:

  • Orla, de (1339) [Nassauisches Urkundenbuch 1,3, Nr. 2184]
  • Urle (um 1364)
  • Urlon (14. Jahrhundert)
  • Orlen
  • Orlon (Ende 14. Jahrhundert)
  • Orley (1444)
  • Orlenn (1484)
  • Urley (1495)
  • Orlauen (15. Jahrhundert)
  • Orlle (um 1700)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Eine Vorläufersiedlung wird in der Wüstung Hostert 500 m südlich von Orlen vermutet.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3441916, 5560905
UTM: 32 U 441864 5559121
WGS84: 50.181432° N, 8.185736° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439015060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 731, davon 234 Acker (= 32.01 %), 61 Wiesen (= 8.34 %), 325 Holzungen (= 44.46 %)
  • 1961 (Hektar): 731, davon 329 Wald (= 45.01 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1593: 18 Haushaltungen
  • 1615: 28 Haushaltunen
  • 1629: 28 Haushaltungen
  • 1670: 7 Haushaltungen
  • 1821: 186 Einwohner
  • 1885: 288, davon 284 evangelisch (= 98.61 %), 4 katholisch (= 1.39 %)
  • 1961: 475, davon 368 evangelisch (= 77.47 %), 95 katholisch (= 20.00 %)
  • 1970: 558 Einwohner
  • Um 1700: 83 Einwohner

Diagramme:

Orlen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1444: Amt Wehen
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Amt Wehen
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Wehen
  • 1849: Justizamt Wehen
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Wehen
  • 1867: Amtsgericht Wehen
  • 1945: Amtsgericht Bad Schwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1972 zur Stadt Taunusstein.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Im 14. Jahrhundert sind Gefälle des Klosters Bleidenstadt an Rupert von Wehen verliehen. 1495 ist ein katzenelnbogische Haushalt nachweisbar.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kirche nach einer Rechnung des Klosters Walsdorf um 1616 erbaut.

Pfarrzugehörigkeit:

Zum Kirchspiel Bleidenstadt und später Wehen gehörig

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Orlen, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10816> (Stand: 16.10.2018)