Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5518 Butzbach
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 11. Giessen

Weitere Informationen

Oppershofen

Ortsteil · 155 m über NN
Gemeinde Rockenberg, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9 km nördlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Am linken Ufer der Wetter, Kirche in zentraler Lage. Jüngere Bebauung rechts der Wetter im Bereich des Bahnhofs.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Butzbach/Griedel – Bad Nauheim ("Wettertalbahn II") (Inbetriebnahme der Strecke 2.4.1910) bis zur Stilllegung der Strecke am 31.5.1975.

Historische Namensformen:

  • Habprahteshoven, in (um 1050) [Entstehungszeit der Vita s. Bardonis autore Vulculdo um 1050 MGH SS XI S. 318. Die Passage bezieht sich auf das Geburtsjahr des Heiligen Bardo um 980]
  • Happershoibein, de (1150) [Fälschung Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 3, Nr. 1336, S. 311-313. Der Name wurde von einer Hand des 13. Jahrhunderts hinzugefügt]
  • Hapreshouen, in (1191) (UB Mainz 2,2, Nr. 557, S. 922-924)
  • Oppertshofen (1787)

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (um 1050)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3481771, 5586820
UTM: 32 U 481704 5585025
WGS84: 50.416974° N, 8.742469° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440022010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1863, davon 1687 Acker, 172 Wiesen, 13 Wald
  • 1961 (Hektar): 665, davon 117 Wald (= 17.59 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 1060, davon 47 evangelisch (= 4.43 %), 1006 katholisch (= 94.91 %)
  • 1970: 1213 Einwohner

Diagramme:

Oppershofen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Um 1050: Wettereiba (in pago Wedereiba)
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Oberamt Höchst und Königstein, Amt und Kellerei Vilbel und Rockenberg, Amtsvogtei Rockenberg
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Oberhessen, Amt Rockenberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Rockenberg
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Butzbach
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Butzbach
  • 1829: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Friedberg (verlegt aus Butzbach)
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1821: Landgericht Friedberg
  • 1840: Landgericht Butzbach
  • 1879: Amtsgericht Butzbach

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Gemeinde Rockenberg.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Nach einem Zusatz von späterer Hand schenken 1150 Adalbert und seine Söhne Friedrich und Konrad genannte Leibeigene aus Oppertshofen an das Kloster Schiffenberg.
  • 1191 nimmt Erzbischof Konrad von Mainz das Kloster Retters nach dem Vorbild Erzbischof Heinrichs in seinen Schutz und bestätigt seinen Besitz u.a. in Oppershofen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1339: Kirche
  • 1395: Pfarrer

Patronat:

1339: Herren von Eppstein

1433: Herren von Eppstein-Königstein

1535: Herren von Stolberg-Königstein

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Mangk 1544-1602

Katholischer Bekenntniswechsel: 1602-1632, kurzzeitig wieder evangelisch, 1635 endgültig katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Oppershofen

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oppershofen, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12002> (Stand: 29.4.2024)