Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5718 Ilbenstadt
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 15. Friedberg
Gerichtsstätten
Hulshofen, Gerichtsplatz der Wüstung
Okarben, Gerichtsplatz

Weitere Informationen

Okarben

Stadtteil · 115 m über NN
Gemeinde Karben, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9 km südlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Haltepunkt der Eisenbahnlinie Kassel - Frankfurt am Main ("Main-Weser-Bahn") seit dem 1. Januar 1894 (mittlerweile nur noch Halt von S-Bahnen).

Siedlungsentwicklung:

Ehemals römisches Alenkastell mit Bad in der Ortsmitte.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Römerkastell

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Existenz einer Burg vermutet (u.a. Flurname Burgwald)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3482672, 5568365
UTM: 32 U 482604 5566577
WGS84: 50.251093° N, 8.755995° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440012050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2702, davon 2157 Acker, 513 Wiesen, - Wald
  • 1961 (Hektar): 685, davon 2 Wald (= 0.29 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 1654, davon 1128 evangelisch (= 68.20 %), 503 katholisch (= 30.41 %)
  • 1970: 2298 Einwohner

Diagramme:

Okarben: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Reichsburg Friedberg, Grafschaft Kaichen, Amt Karben
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Burggrafschaft Friedberg, Amt Karben (Souveränität beim Großherzog, aber Eigentum des Burggrafen bis zu dessen Ableben)
  • 1817: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Karben
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Groß-Karben
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Vilbel
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Vilbel
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1821: Landgericht Groß-Karben
  • 1853: Landgericht Vilbel
  • 1879: Amtsgericht Vilbel

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1970 zur Stadt Karben

Kirche und Religion

Patronat:

Burggrafen zur Burg Friedberg

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Genstrack 1555-1564, ehemaliger Mönch im Kloster Ilbenstadt, unbekannt, seit wann evangelisch.

Juden:

1830: 29, 1905: 15 Juden

zur Gemeinde Groß-Karben

Kultur

Schulen:

vermutlich um 1575 Errichtung einer Schule; 1910 Volksschule mit drei Klassen, zwei Schulhäuserr von 1840 und 1901

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Okarben, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12096> (Stand: 29.4.2024)