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Historisches Ortslexikon

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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 97. Oberzell / 104. Grieshof

Oberzell

Ortsteil · 350 m über NN
Gemeinde Sinntal, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km östlich von Schlüchtern

Lage und Verkehrslage:

An der Schmalen Sinn

Ersterwähnung:

1167

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Oberzell/Mottgers-Nord.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3550886, 5577695
UTM: 32 U 550791 5575903
WGS84: 50.333032° N, 9.713653° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435027060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 886, davon 424 Acker (= 47.86 %), 392 Wiesen (= 44.24 %), 5 Holzungen (= 0.56 %)
  • 1961 (Hektar): 1962, davon 1069 Wald (= 54.49 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1549: 31 Haushaltungen
  • 1587: 30 Schützen, 20 Spießer
  • 1812: 102 Feuerstellen, 837 Seelen
  • 1885: 923, davon 889 evangelisch (= 96.32 %), 6 katholisch (= 0.65 %), 28 Juden (= 3.03 %)
  • 1961: 972, davon 921 evangelisch (= 94.75 %), 30 katholisch (= 3.09 %)
  • 1970: 1063

Diagramme:

Oberzell: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Schwarzenfels
  • 1803: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels
  • 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Schwarzenfels
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis Schlüchtern
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Schlüchtern
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Schlüchtern

Gericht:

  • 1453 zum Gericht Schwarzenfels
  • 1822: Justizamt Schwarzenfels
  • 1867: Amtsgericht Schwarzenfels
  • 1932: Amtsgericht Schlüchtern

Gemeindeentwicklung:

Seit 01.07.1974 Ortsteil von Sinntal.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1167 nimmt Bischof Herold von Würzburg das Kloster Schlüchtern in seinen Schutz und zählt unter dessen Besitzungen (Ober-) Zell auf.

Zehntverhältnisse:

1331 besaß der Abt von Schlüchtern den Zehnten aus der Pfarrei Oberzell

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1549 ist die Kirche Filiale von Mottgers, seit 1837 selbständig

Protestantische Pfarrei der Klasse Schwarzenfels mit Filiale Züntersbach

Diakonische Einrichtung:

1899 - 1928 Schwesternstation (Landeskirchliches Archiv Kassel, E 1 Oberzell Pfarrarchiv Oberzell); 16.11.1913 eine Schwester, Krankenpflege, Vereinsbetreuung, Gemeindearbeit, Sardemann, Geschichte des hessischen Diakonissenhauses zu CasselS. 324; Diakoniestation bis 1968 (Landeskirchliches Archiv Kassel, Findbuch G 2.6. Kurhessisches Diakonissenhaus)

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Mottgers, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Mottgerser Pfarrer Wendelin Ithmann um 1545.

Reformierter Bekenntniswechsel

Juden:

1835: 54; 1861: 53; 1905: 35 Juden

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit drei Klassen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oberzell, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12547> (Stand: 31.3.2022)