Historisches Ortslexikon
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- KDR 100, TK25 1900 ff.
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- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 76. Eiterfeld
Oberstoppel
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Ortsteil · 410 m über NN
Gemeinde Haunetal, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Dorf
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Lagebezug:
12,5 km südlich von Bad Hersfeld
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Lage und Verkehrslage:
Kleines geschlossenes Dorf mit einfachem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung auf der Stoppeler Hochfläche, nordöstlich unterhalb des Stoppelsberge mit der Burgruine Hauneck. Durch den Ort mit Kirche in zentraler Lage führt die von Unterstoppel kommende Burgstraße (K 47), die am Ende T-förmig auf die L 3431 (Hardtstraße) stößt.
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Ersterwähnung:
1241
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Siedlungsentwicklung:
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Burghaun.
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Vorbemerkung Historische Namensformen:
Die frühen Quellen ohne präzisierenden Bestimmungsteil können sich auch auf Unterstoppel beziehen. Eine schriftliche Differenzierung ist erstmals 1396 belegt.
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Historische Namensformen:
- Stuphele (1241) [Schannat, Historia Fuldensis in tres partes divisa, S. 202-203 Nr. 89]
- Stapfel (1353) [ HStAM Best. Urk. 80 Nr, 36]
- Stuppfel (1371)[HStAM Best. Urk. 80 Nr. 56]
- Ober Stophel (1396) [Kopiar HStAM Best K Nr. 433, S. 23 Nr. 138]
- Ubern Stoppel (1409) [Landgrafenregesten Online Nr. 11317]
- Obern Stopphel (1456)
- Obernstopfel (1579) [Salbuch Amt Hauneck HStAM Best. S Nr. 356]
- OberStopffel (1585) [Der ökonomische Staat, S. 84]
- Oberstopfel (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 16,1]
- Oberstopfell (1773) [Best. HStAM, 49 d, Hünfeld 440]
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Bezeichnung der Siedlung:
- Dorf (1409)
- Dorfschaft; Dorf (1773)
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Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:
- Burg Hauneck
- Forsthaus
- Burg Hauneck (→ Burgen, Schlösser, Herrenhäuser)
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Umlegung der Flur:
1934
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Älteste Gemarkungskarte:
1736
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3550449, 5624769
UTM: 32 U 550355 5622959
WGS84: 50.756215° N, 9.713882° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
632008080
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Flächennutzungsstatistik:
- 1885 (Hektar): 174, davon 120 Acker (= 68.97 %), 28 Wiesen (= 16.09 %), 17 Holzungen (= 9.77 %)
- 1961 (Hektar): 340, davon 155 Wald (= 45.59 %)
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Einwohnerstatistik:
- 1579: 21 Haushaltungen
- 1585: 20 Hausgesessene (Der ökonomische Staat)
- 1681: 14 Hausgesessene
- 1747: 26 Feuerstätten (Stadt- und Dorfbuch des Ober- und Niederfürstentums Hessen)
- 1773: 25 steuerpflichtige Häuser mit 144 Einwohnern; Gewerbetreibende: 1 Schmied, der auch Bauer ist, 1 Bänder (Seilmacher), der auch Tagelöhner ist, 5 Leinweber, die auch Tagelöhner sind, 14 Leinweber produzieren nur Tuch für den Eigenbedarf und 3 arbeiten als Tagelöhner
- 1885: 176, davon 176 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961: 149, davon 137 evangelisch (= 91.95 %), 12 katholisch (= 8.05 %)
- 1970: 136
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Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- 1409: Landgrafschaft Hessen, Burg und Amt Hauneck
- 1579: Landgrafschaft Hessen, Niederfürstentum, Amt Hauneck
- 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederfürstentum, Amt Hauneck
- 1650: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
- 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld Amt Hauneck
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- 1881: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
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Altkreis:
Hünfeld
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Gericht:
- 1822: Justizamt Hersfeld
- 1831: Justizamt Niederaula
- 1867: Amtsgericht Niederaula
- 1881: Amtsgericht Burghaun
- 1932: Amtsgericht Eiterfeld
- 1945: Amtsgericht Hünfeld
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Herrschaft:
1353 wird bei der Aufteilung von Zinsen und Gütern zwischen denen von Bimbach ein Gut in Stapfel genannt. Später waren beide Dörfer Besitz der Adligen von Haune. 1396 empfängt Lutz von Trümbach zwei Huben zu Oberstoppel als fuldisches Lehen.
1409 wird es mit dem Erwerb der Burg Hauneck von denen von Haun durch die Landgrafen ein Dorf des hessischen Amts Hauneck [siehe Hauneck (Burg)]. 1579 und in der Folge ist Oberstoppel vollumfänglich landgräflich.
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neu gebildeten Gemeinde Haunetal zusammengeschlossen.
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- Der Ort Stupfele wird 1241 zum ersten Mal erwähnt, als der Abt Konrad III. von Fulda dortige Güter an seinen Konvent überträgt.
- Kirche und Religion ↑
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Ortskirchen:
- Um 1600 wird ein Kirchlein errichtet, 1754-56 dann ein kleiner Saalbau mit dreiseitigem Schluss
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Pfarrzugehörigkeit:
Die Kirche war ab 1404 mit Kruspis und von 1579 bis 1607 mit Neukirchen verbunden, dann wieder mit Kruspis.
Um 1620 (Verzeichn. der Prediger) ist Oberstoppel dann wie 1747 und 1872 Filial von Kruspis, Unterstoppel ist eingepfarrt. 1976 wird das Kirchspiel Kruspis aufgehoben und in das Kirchspiel Neukirchen als Vikariatsgemeinde eingegliedert, Oberstoppel wird mit dem eingepfarrten Unterstoppel Filialgemeinde von Neukirchen.
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Bekenntniswechsel:
Einführung der Reformation vermutlich um 1530.
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Kirchliche Mittelbehörden:
Die Kirche stand unter dem würzburgischen Dekanat Geisa (Bach, Kurze Geschichte 21).
- Kultur ↑
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Schulen:
1773 ist ein Schulhaus vorhanden, das der Schulmeister bewohnt
1910 einklassige Volksschule
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Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 499
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 460 (Stoppel)
- Denkmaltopographie Landkreis Hersfeld-Rotenburg 1, S. 329-332
- H. Neuber, Haunetaler Geschichte, S. 37, 69, 85, 90, 151ff., 225 (Statistik)
- Zitierweise ↑
- „Oberstoppel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3329> (Stand: 28.8.2026)

