Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5820 Langenselbold
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 108. Langenselbold

Oberrodenbach

Ortsteil · 176 m über NN
Gemeinde Rodenbach, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

10 km östlich von Hanau (Altstadt)

Ersterwähnung:

1025

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Wolfgang.

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Da die frühen Belege ohne präzisierenden Zusatz nicht eindeutig zuzuordnen sind, vgl. auch Niederrodenbach.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3504430, 5555666
UTM: 32 U 504353 5553883
WGS84: 50.137166° N, 9.060919° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435023020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 257, davon 133 Acker (= 51.75 %), 34 Wiesen (= 13.23 %), 78 Holzungen (= 30.35 %)
  • 1961 (Hektar): 606, davon 385 Wald (= 63.53 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1729: 133 Seelen, ohne Gemeindediener und Beisassen
  • 1885: 468, davon 9 evangelisch (= 1.92 %), 459 katholisch (= 98.08 %)
  • 1961: 850, davon 87 evangelisch (= 10.24 %), 752 katholisch (= 88.47 %)
  • 1970: 1317

Diagramme:

Oberrodenbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Dorf des Mainzer Stiftes St. Petri im Gericht Krotzenburg.
  • Im 15. und 16. Jahrhundert zunächst Ansprüche von Hanau, seit 1545 zu Mainz.
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberes Erzstift, Oberamt Steinheim, Amtsvogtei Steinheim (Kollegiatstift St. Peter zu Mainz)
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Oberamt Steinheim
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Bücherthal
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Hanau
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Hanau
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hanau
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Hanau
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Hanau
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Hanau
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Hanau

Gericht:

  • Gericht Krotzenburg des Stifts St. Petri in Mainz
  • Amtsgericht Hanau
  • 1822: Landgericht Hanau
  • 1850: Justizamt Hanau I
  • 1867: Amtsgericht Hanau

Gemeindeentwicklung:

Seit 1.3.1970 Ortsteil der neugebildeten Gemeinde Rodenbach.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1025 überträgt der Adlige Ruogger Besitzungen in Rodenbach an das Kloster Fulda.
  • 1277 durch Tausch vom Mainzer Mariengradenstift von den Grafen von Hanau erworben.
Kirche und Religion

Patrozinien:

  • Petrus; Paulus

Pfarrzugehörigkeit:

Filiale von Großkrotzenburg, im 16. Jahrhundert zeitweise von Niederrodenbach aus versehen, seit 1597 aber wieder von Krotzenburg. Katholische Pfarrei des Dekanats Hanau.

Bekenntniswechsel:

Da bis 1596 von Niederrodenbach versehen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Niederrodenbacher Pfarrer Michael Weinbrenner ab 1527.

Katholischer Bekenntniswechsel: 1596

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Mainz, Archidiakonat St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg, Landkapitel Rodgau

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Stellen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oberrodenbach, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12418> (Stand: 23.11.2022)