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Historisches Ortslexikon

Oberndorf

Stadtteil · 154 m über NN
Gemeinde Solms, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km südwestlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Grävenwiesbach - Solms/Albshausen ("Solmsbachtalbahn") von 1912 bis zur Stillegung der Teilstrecke am 29. Mai 1988.

Ersterwähnung:

788

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3458200, 5598235
UTM: 32 U 458142 5596436
WGS84: 50.518381° N, 8.409565° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532021050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 1862, davon 723 Wald
  • 1885 (Hektar): 523, davon 214 Ackerland (= 40.92 %), 48 Wiesen (= 9.18 %), 212 Holzungen (= 40.54 %)
  • 1961 (Hektar): 523, davon 214 Wald (= 40.92 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 334 evangelische Einwohner, 12 Katholiken, 12 Juden
  • 1961: 1773, davon 1401 evangelisch (= 79.02 %), 354 katholisch (= 19.97 %)
  • 1970: 2111 Einwohner

Diagramme:

Oberndorf: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 788: Lahngau (in pago Logenehe)
  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Braunfels
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Braunfels
  • 1816: Königreich Preußen, Provinz Niederrhein, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1815: standesherrliches Justizamt Braunfels
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar (Gerichtskommission Braunfels)
  • 1879: Amtsgericht Braunfels
  • 1968: Amtsgericht Wetzlar

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss von Burgsolms und Oberndorf zur neu gebildeten Gemeinde Solms.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 788 schenkt Randolf an das Kloster Lorsch eine Kirche, die im Lahngau am Fluss Solms liegt, sowie zwei Leibeigene mit ihrem gesamten Besitz an Hofreiten, Wiesen, Wäldern, Gewässern, Wohn- und Wirtschaftsbauten, Pflanzland und Brachland.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 788: Kirche
  • 1232: Pleban

Pfarrzugehörigkeit:

Kirchspiel: 1310 Burgsolms

Patronat:

788: Kloster Lorsch

1310: Grafen von Solms

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Burgsolms, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Burgsolmser Pfarrer Heinrich Rosarius (Rosenkranz) ab 1549.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oberndorf, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7894> (Stand: 29.4.2024)