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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 11. Giessen

Weitere Informationen

Ober-Widdersheim

Stadtteil · 160 m über NN
Gemeinde Nidda, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

16,5 km nordöstlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Zwischen Nidda und Horloff.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Gießen – Gelnhausen ("Lahn-Kinzig-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 29.6.1870).

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3495861, 5587795
UTM: 32 U 495788 5586000
WGS84: 50.426008° N, 8.940703° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440016120

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1889, davon 1161 Acker, 183 Wiesen, 414 Wald
  • 1961 (Hektar): 473, davon 42 Wald (= 8.88 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 861, davon 722 evangelisch (= 83.86 %), 123 katholisch (= 14.29 %)
  • 1970: 916 Einwohner

Diagramme:

Ober-Widdersheim: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Amt Schotten, Gericht Widdersheim
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Schotten
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Schotten
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Nidda
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1821: Landgericht Nidda
  • 1879: Amtsgericht Nidda

Gemeindeentwicklung:

Am 1.12.1970 zur Stadt Nidda.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1316: Pfarrei

Pfarrzugehörigkeit:

1316: eigenständige Pfarrei mit den Filialorten Borsdorf, Unter-Widdersheim und Hausen

Patronat:

1486: Kloster Fulda, in der Reformationszeit gelangte die Kollatur an die Landgrafen von Hessen

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Pankratius Chelius 1528-1561

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Ober-Widdersheim

Juden:

1444 lebten vermutlich Juden im Ort, die das Reich wegen Verweigerung der Krönungssteuer ächtete.

Kultur

Schulen:

um 1530 Errichtung einer Schule; Lehrpersonal besteht aus studierten Kräften; am 8.10.1819 werden die beiden Schulen vereinigt; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, zwei Schulhäuser von 1864 und 1903

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ober-Widdersheim, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12151> (Stand: 29.4.2024)