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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 12. Schotten

Weitere Informationen

Ober-Seemen

Stadtteil · 389 m über NN
Gemeinde Gedern, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

17 km nordöstlich von Büdingen

Lage und Verkehrslage:

Am Seemenbach.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Glauburg/Stockheim – Lauterbach ("Oberwaldbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.4.1906) bis Stilllegung der Strecke 1982 (Strecke von hier bis Oberwald bereits 1975 stillgelegt).

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3516776, 5587049
UTM: 32 U 516695 5585254
WGS84: 50.419078° N, 9.234998° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440009040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 7341, davon 2058 Acker, 3002 Wiesen, 2057 Wald
  • 1961 (Hektar): 1755, davon 896 Wald (= 51.05 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 1319, davon 1177 evangelisch (= 89.23 %), 133 katholisch (= 10.08 %)
  • 1970: 1440 Einwohner

Diagramme:

Ober-Seemen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Stolberg-Roßla (Anteil an der Grafschaft Königstein), Amt Ortenberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Ortenberg (zur Standesherrschaft Stolberg gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Ortenberg (zur Standesherrschaft Stolberg gehörig)
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Nidda
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1820: standesherrliches Amt Ortenberg
  • 1821: landgericht Ortenberg
  • 1879: Amtsgericht Ortenberg
  • 1968: Amtsgericht Büdingen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.12.1970 zur Stadt Gedern.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Bis in das letzte Viertel des 16. Jahrhunderts Filial von Gedern, danach Errichtung einer Pfarrei

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Gedern, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Gederner Pfarrer Johannes Geiß in den 1530er Jahren.

Juden:

1830: 141, 1905: 85, 1925: 87 Juden

Neubau einer Synagoge, da die alte zu kleinwar, Einweihung 1901

1875 israelistische Elementarschuel

FRiedhof mit ältesten Grabsteinen von 1760

Kultur

Schulen:

Schule schon um 1618 vorhanden; 1910 Volksschule mit drei Klassen

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ober-Seemen, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12150> (Stand: 10.6.2025)