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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 27. Erbach

Ober-Ostern

Ortsteil · 270 m über NN
Gemeinde Reichelsheim (Odenwald), Odenwaldkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

10,5 km westlich von Erbach

Lage und Verkehrslage:

Offenes Dorf mit loser Häuseranordnung im Granitgebiet des Odenwaldes

Ersterwähnung:

880

Historische Namensformen:

  • Osterenaha (880)
  • Obern Osterna (1321)
  • Osterna (1324)
  • Osterna (1398)
  • Osterna (1426)
  • Obern Osternauwe (1443)
  • Osternauw (1488)
  • Obern Orstenaw (1532)
  • Osterna superior (16. Jahrhundert)
  • Ober Ostern (1610)
  • Ober Osternau (17. Jahrhundert)
  • Ober Osternau (1722)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3489114, 5503895
UTM: 32 U 489043 5502133
WGS84: 49.671629° N, 8.848147° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

437013120

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2264, davon 1388 Acker, 350 Wiesen, 527 Wald
  • 1961 (Hektar): 573, davon 204 Wald (= 35.60 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 347 Einwohner
  • 1961: 313, davon 250 evangelisch (= 79.87 %), 27 katholisch (= 8.63 %)
  • 1970: 332 Einwohner

Diagramme:

Ober-Ostern: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Erbach-Erbach, Anteil an der Grafschaft Erbach, Amt Reichenberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Reichenberg (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Reichenberg (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Lindenfels
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis

Altkreis:

Erbach

Gericht:

  • Zentgericht Reichelsheim
  • 1820: standesherrliches Amt Reichenberg
  • 1822: Landgericht Michelstadt
  • 1853: Landgericht Fürth
  • 1879: Amtsgericht Fürth
  • 1904: Amtsgericht Reichelsheim
  • 1968: Amtsgericht Michelstadt

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Gemeinde Reichelsheim (Odenwald)

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1321 Schiedsspruch zwischen den Schenken Konrad und Eberhard von Erbach wegen Ober-Ostern. 1398 belehnt Pfalzgraf Ruprecht Schenk Eberhard von Erbach mit den Dörfern Rorbach und Ober-Ostern mit Vogtei, Gericht, Wasser und Weide. 1443 desgleichen Pfalzgraf Ludwig an Schenk Konrad von Erbach. 1532 belehnt Pfalzgraf Ludwig Schenk Eberhard von Erbach mit Ober- und Unter-Ostern ganz, ebenso 1722. 1806 gelangt Ober-Ostern mit dem Erbachischen Amt Reichenberg an das Großherzogtum Hessen.

Zehntverhältnisse:

1532 belehnt Pfalzgraf Ludwig Schenk Eberhard von Erbach mit dem Zehnten zu Ober-Ostern und Rohrbach. Im 17. Jahrhundert hat der Graf von Erbach zwei Teile der Pfarrer den dritten Teil.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Im 16. Jahrhundert filia synodalis von Reichelsheim

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Grafschaft Erbach ab 1539.

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule, Schulhaus von 1900

Wirtschaft

Wirtschaft:

Bergbau

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ober-Ostern, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14020> (Stand: 29.4.2024)