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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 27. Erbach

Weitere Informationen

Ober-Kinzig

Stadtteil · 232 m über NN
Gemeinde Bad König, Odenwaldkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km nordwestlich von Erbach

Lage und Verkehrslage:

Offenes Dorf im Granitgebiet des Odenwaldes bei doppelseitiger Tallage.

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Der Beleg von 1012 ohne differenzierendes Bestimmungswort kann nicht eindeutig auf Ober-Kinzig bezogen werden. Vgl. auch Nieder-Kinzig und Mittel-Kinzig

Historische Namensformen:

Ortsteile:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3496242, 5514292
UTM: 32 U 496168 5512526
WGS84: 49.765195° N, 8.946795° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

437001090

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1286, davon 707 Acker, 198 Wiesen, 314 Wald
  • 1961 (Hektar): 658, davon 126 Wald (= 19.15 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 288 Einwohner
  • 1961: 536, davon 501 evangelisch (= 93.47 %), 35 katholisch (= 6.53 %)
  • 1970: 538 Einwohner

Diagramme:

Ober-Kinzig: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Erbach-Schönberg, Herrschaft Breuberg (halb), die andere Hälfte gehörte zum Fürstentum zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort, Cent Kirch-Brombach
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Breuberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Neustadt
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis

Altkreis:

Erbach

Gericht:

  • Centgericht Kirch-Brombach
  • 1820: standesherrliches Amt Breuberg
  • 1822: Landgericht Höchst
  • 1879: Amtsgericht Höchst

Gemeindeentwicklung:

Am 1.5.1951 Eingliederung der Gemeinden Gumpersberg und Mittel-Kinzig

Am 1.10.1971 zur Gemeinde Bad König

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • (1398-1400) hat Schenk Eberhard der Jüngere von Erbach Huben zu Ober-Kinzig von Pfalzgraf Ruprecht zu Lehen. 1511 hat Henne Rüdt von Bodickheim den halben Teil der Zinsen vonSchenk Otto von Erbach zu Lehen. 1757 zerfällt das Dorf in drei Teile: Oberdorf, Mitteldorf und Unterdorf, letzteres mit der Breubergischen und der Echterschen Hube.
  • 1806 mit der Cent Kirch-Brombach an das Großherzogtum Hessen.

Zehntverhältnisse:

1408 verkauft Henchin Starkerad den großen und kleinen Zehnten auf der Schultheißenhube an Schenk Eberhard von Erbach.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

zu Kirchbrombach

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation ab 1526 durch die Grafen von Wertheim.

Wirtschaft

Wirtschaft:

1478 streiten die Schenken Georg und Hans von Erbach wegen des Eisen und Kupferbergwerks bei Ober-Kinzig. 1490 erteilt Pfalzgraf Philipp genannten Gewerkschaftsgenossen das Recht, an dem Berg bei Kintzig Eisenerz zu graben. 1700 Streit zwischen Löwenstein, Erbach und Hessen wegen des Eisenerzbaus

Mühlen:

Im 16. Jahrhundert sind zwei Müller in Kinzig zum Send Kirch-Brombach abgabepflichtig.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ober-Kinzig, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14017> (Stand: 4.4.2025)