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Historisches Ortslexikon

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5123 Niederaula
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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 65. Niederaula

Weitere Informationen

Beiershausen

Stadtteil · 219 m über NN
Gemeinde Bad Hersfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6,5 km südwestlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit einfachem, regellosem Grundriss und großen Fachwerkgehöften am Falkenbach, einem westlichen Bachzulauf der Fulda. Hauptachse ist die parallel zur Fulda durch den Ort führende B 62, auf die von Südosten die K 29 (Falkenbachstraße) stößt. Jüngere Siedlungsentwicklung nach Westen ins Falkenbachtal.

Ehemalige Eisenbahnlinie Bad Hersfeld – Schwalmstadt/Treysa (Inbetriebnahme der Strecke 1.5.1906) im Südosten bis zur Stilllegung der Strecke am 10.9.1984.

Ersterwähnung:

1332

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Niederaula.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1332)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1919

Älteste Gemarkungskarte:

1721

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3545738, 5632506
UTM: 32 U 545646 5630693
WGS84: 50.82615° N, 9.648087° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632002040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 313, davon 140 Acker (= 44.73 %), 66 Wiesen (= 21.09 %), 71 Holzungen (= 22.68 %)
  • 1961 (Hektar): 1471, davon 1223 Wald (= 83.14 %)

Einwohnerstatistik:

  • um 1610: 21 Hausgesesse
  • 1628: 21 Hausgesesse
  • 1673: 9 Hausgesesse
  • 1747: 23 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1885: 149, davon 149 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 218, davon 178 evangelisch (= 81.65 %), 40 katholisch (= 18.35 %)
  • 1970: 278

Diagramme:

Beiershausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Niederaula
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula (zuletzt Landgericht Hersfeld)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hersfeld

Gericht:

  • vor 1822: Amt Niederaula
  • 1822: Landgericht Hersfeld
  • 1832: Justizamt Niederaula
  • 1867: Amtsgericht Niederaula
  • 1879: Amtsgericht Niederaula
  • 1932: Amtsgericht Bad Hersfeld
  • 1933: Amtsgericht Oberaula (Zweigstelle Niederaula)
  • 1943: Amtsgericht Oberaula
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Herrschaft:

1392 verpfänden der Ritter Eberhard von Milnrode und sein Sohn Gopel dem Abt und Kloster von Hersfeld jährliche Einkünfte von zehn Goldgulden oder gleichwertige Ernteerträge aus den Orten Beiershausen, Asbach und Kirchheim für 100 Gulden.

Bis zur Auflösung des Stifts Hersfeld und seinem endgültigen Übergang an die Landgrafschaft Hessen 1651 ist Beiershausen formal in hersfeldischem Besitz. Die Gerichtsbarkeit ist bis zum Ende der Stiftszeit und auch in hessischer Zeit dem Gericht bzw. Amt Niederaula zugeordnet.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 als Stadtteil der Stadtgemeinde Bad Hersfeld eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Kloster Hersfeld
  • 1332 verkauft Otto von Holzhausen dem Ritter Ludwig von Hattenbach das Vorwerk im Dorf Beiershausen für 24 Mark lotigen Silbers.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1560 und 1747 zu Asbach, 1872 mit Asbach als Vikariat bei Kerspenhausen. Mit der Errichtung einer eigenen Pfarrstelle in Asbach 1985 wieder bei diesem.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Beiershausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3277> (Stand: 23.2.2026)