Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Niederlemp

Ortsteil · 229 m über NN
Gemeinde Ehringshausen, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12 km nordwestlich von Wetzlar

Ersterwähnung:

845

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Da die Belege aus dem Lorscher Codex keine Differenzierung vornehmen, sind sie auch bei Obererlemp aufgeführt.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • locus (845)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3459001, 5612459
UTM: 32 U 458943 5610654
WGS84: 50.646299° N, 8.419289° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532008090

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 2040, davon 1100 Wald
  • 1885 (Hektar): 513, davon 175 Ackerland (= 34.11 %), 53 Wiesen (= 10.33 %), 263 Holzungen (= 51.27 %)
  • 1961 (Hektar): 517, davon 0 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 229 evangelische Einwohner, 1 Katholik
  • 1961: 392, davon 350 evangelisch (= 89.29 %), 42 katholisch (= 10.71 %)
  • 1970: 424 Einwohner

Diagramme:

Niederlemp: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 845: Lahngau, Werdorfer Mark (in pago Logenehe)
  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Greifenstein
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Greifenstein
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1815: standesherrliches Justizamt Greifenstein
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar (Gerichtskommission Ehringshausen)
  • 1879: Amtsgericht Ehringshausen
  • 1968: Amtsgericht Wetzlar

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 im Zuge der hessischen Gebietsreform Eingemeindung nach Ehringhausen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 845 schenken Thiolf und seine Gattin Gerlint dem Kloster Lorsch vier Huben und ihr gesamtes Zubehör an beweglicher Habe in dem Ort Lemp.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1526: zum Kirchspiel von Dillheim gehörig

Bekenntniswechsel:

Da 1526 Filial von Dillheim, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Dillheimer Pfarrer Johannes Zaunschliffer ab 1524.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Niederlemp, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7880> (Stand: 29.4.2024)