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Historisches Ortslexikon

Nieder-Ofleiden

Stadtteil · 208 m über NN
Gemeinde Homberg (Ohm), Vogelsbergkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

20,5 km westlich von Alsfeld

Lage und Verkehrslage:

Flußabwärts von Ober-Ofleiden an der Ohm.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Kirchhain – Gemünden (Felda)/Nieder-Gemünden ("Ohmtalbahn") von 1900 bis zur Stilllegung der Strecke am 31.5.1980 (Die Teilstrecke Kirchhain- Nieder-Ofeiden wurde am 1.4.1900 eröffnet, die Teilstrecke Nieder-Ofleiden - Gemünden (Felda) am 1.4.1901).

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Bei den Belegen bis 1250 kann nicht Sicherheit entschieden werden, ob sie sich auf Nieder- oder Ober-Ofleiden beziehen. Nach Stengel und Ermgassen ist zumindest der Beleg von (um 750-779) relativ eindeutig auf Ober-Ofleiden zu beziehen. Eine Differenzierung der Siedlungsnamen findet erst seit dem 13. Jahrhundert statt. Vgl. auch Ober-Ofleiden.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3498168, 5624289
UTM: 32 U 498094 5622479
WGS84: 50.754085° N, 8.972985° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

535009120

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2186, davon 1362 Acker, 557 Wiesen, 37 Wald
  • 1961 (Hektar): 549, davon 21 Wald (= 3.83 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 40 Hausgesessene mit 8 Wagen
  • 1961: 789, davon 677 evangelisch (= 85.80 %), 104 katholisch (= 13.18 %)

Diagramme:

Nieder-Ofleiden: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Homberg an der Ohm
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Homberg an der Ohm
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Homberg an der Ohm an der Ohm
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Kirtorf
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Alsfeld
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis:

Alsfeld

Gericht:

  • 1821: Landgericht Homberg
  • 1879: Amtsgericht Homberg
  • 1968: Amtsgericht Kirchhain (Landgerichtsbezirk Marburg [Lahn])

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Stadtgemeinde Homberg (Ohm) eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Kloster Fulda.
  • 1234 bekennen Burggraf und Burgmannen zu Friedberg, dass Richwin und Wigand von Guntershausen ihre Güter an benannten Orten (u. a. Niederofleiden) dem Kloster Haina überlassen.

Ortsadel:

1245: Craftho de Vfleyde (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 38),

1249: Crafto de Offleyda (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 55);

1251: Craffto de Ufleden (Baur, Hessische Urkunden 1 (Starkenburg und Oberhessen) Nr. 104).

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1151: Wiger archipresbyter de Vfleidin [UB Mainz 2 Nr. 164).

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule, Schulhaus von 1896

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Nieder-Ofleiden, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9796> (Stand: 2.3.2026)