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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 27. Erbach

Weitere Informationen

Mittershausen

Stadtteil · 264 m über NN
Gemeinde Heppenheim (Bergstraße), Landkreis Bergstraße 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6 km nordöstlich von Heppenheim

Lage und Verkehrslage:

Straßendorf mit geringer Siedlungsdichte im Tal der Pfalzbach. Anschluss zur B 460 im Süden

Ersterwähnung:

1339

Historische Namensformen:

  • Mittershusen (1339)
  • Muterhusen (1419)
  • Mudderßhusen (1473)
  • Mutterßhaußen (1530)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3479482, 5502259
UTM: 32 U 479415 5500498
WGS84: 49.656669° N, 8.714795° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

431011060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 979, davon 453 Acker, 249 Wiesen, 249 Wald
  • 1961 (Hektar): 245, davon 63 Wald (= 25.71 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1784: 71 Einwohner
  • 1829: 142 Einwohner
  • 1961: 276, davon 221 evangelisch (= 80.07 %), 52 katholisch (= 18.84 %)
  • 1970: 310 Einwohner

Diagramme:

Mittershausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Kurfürstentum Pfalzbayern, Pfalzgrafschaft bei Rhein, Oberamt Lindenfels, Neue Cent
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Lindenfels
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Lindenfels
  • 1812: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Heppenheim
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Heppenheim
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Lindenfels
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim (Umbenennung)
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Heppenheim
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Lindenfels
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Bergstraße (Umbenennung)
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße

Altkreis:

Bergstraße

Gericht:

  • 1821: Landgericht Fürth
  • 1879: Amtsgericht Fürth

Herrschaft:

1561: Kurpfalz

1803: Hessen-Darmstadt

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1971 zur Stadt Heppenheim

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1682: zu Heppenheim

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Wiederholter Bekenntniswechsel: zunächst lutherisch, ab 1563 unter Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz reformiert, ab 1576 unter Kurfürst Ludwig VI. lutherisch, ab 1583 durch Pfalzgraf Johann Kasimir reformiert.

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule, Schulhaus 1870 umgebautes Bauernhaus

Wirtschaft

Mühlen:

1371 urkundliche Erwähnung einer Mühle, 1635 zerstört und 1679 wieder aufgebaut

1568 Abgaben eines Müllers (6 Malter Korn) an Lindenfels

1613 Abgaben der Mahlmühle (6 Malter Korn, 6 Kappen) an die Kurpfalz

1803 Bau der "Oberen Mühle" (Ölmühle)

Heinz Reitz (s. Literatur) hat 3 Mühlen verzeichnet, die Untere, die Mittlere und die Obere Mühle,

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Mittershausen, Landkreis Bergstraße“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13139> (Stand: 29.4.2024)