Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5322 Lauterbach
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 9. Lauterbach

Maar

Stadtteil · 315 m über NN
Gemeinde Lauterbach (Hessen), Vogelsbergkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

2,5 km nördlich von Lauterbach

Lage und Verkehrslage:

am gleichnamigen Bach

Ersterwähnung:

1253

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • dorfe 1348 (Staatsarchiv Marburg Kopiar 434 Nr. 142)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3527470, 5613935
UTM: 32 U 527385 5612129
WGS84: 50.660366° N, 9.387443° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

535011050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 8430, davon 4467 Acker, 1560 Wiesen, 1862 Wald
  • 1961 (Hektar): 2112, davon 713 Wald (= 33.76 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 1630, davon 1384 evangelisch (= 84.91 %), 208 katholisch (= 12.76 %)
  • 1970: 1602 Einwohner

Diagramme:

Maar: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberamt Alsfeld, Cent Lauterbach (Riedesel Freiherr zu Eisenbach)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Lauterbach (zur Herrschaft Riedesel gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Lauterbach (zur Herrschaft Riedesel gehörig)
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Herbstein
  • 1825: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Lauterbach (verlegt aus Herbstein)
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Alsfeld
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Lauterbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Lauterbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis:

Lauterbach

Gericht:

  • 1821: Landgericht Lauterbach
  • 1879: Amtsgericht Lauterbach

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Stadtgemeinde Lauterbach eingegliedert.

Besitz

Ortsadel:

1266: Heinricus de Maraha (Riedesel zu Eisenbach 2 Nr. 6)

1278: Hermannus de Mora (Baur, Hessische Urkunden 1 (Starkenburg und Oberhessen) Nr. 228)

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1477 zum Kirchspiel von Lauterbach gehörig, bis 1684.

Diakonische Einrichtung:

Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft

Bekenntniswechsel:

Da bis 1684 Filial von Lauterbach, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Lauterbacher Pfarrer Johannes Hachenberg ab 1529.

Erster eigener evangelischer Pfarrer: Johann Heinrich Schmuff 1684-1700

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit vier Klassen, über hundert Jahre altes Schulhaus

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Maar, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9838> (Stand: 27.3.2026)