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Historisches Ortslexikon

Leun

Stadtteil · 150 m über NN
Gemeinde Leun, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

10 km westlich von Wetzlar

Ersterwähnung:

771

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (771)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3454605, 5601666
UTM: 32 U 454549 5599865
WGS84: 50.548955° N, 8.35846° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532016030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 4666, davon 1593 Wald
  • 1885 (Hektar): 1189, davon 462 Ackerland (= 38.86 %), 154 Wiesen (= 12.95 %), 473 Holzungen (= 39.78 %)
  • 1961 (Hektar): 1183, davon 501 Wald (= 42.35 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 807 evangelische Einwohner, 2 Katholiken, 23 Juden
  • 1961: 1845, davon 1460 evangelisch (= 79.13 %), 357 katholisch (= 19.35 %)
  • 1970: 1913 Einwohner

Diagramme:

Leun: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 912: Lahngau (in pago Loganacgovve)
  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Leun
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Braunfels
  • 1816: Königreich Preußen, Provinz Niederrhein, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1815: standesherrliches Justizamt Braunfels
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar (Gerichtskommission Braunfels)
  • 1879: Amtsgericht Braunfels
  • 1968: Amtsgericht Wetzlar

Gemeindeentwicklung:

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Stadtgemeinde s. Leun, Stadtgemeinde. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Leun.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 771 erhält Kloster Lorsch eine Schenkung von einem Morgen in Leun. 912 schenkt König Konrad I. dem Kloster Fulda u.a. Güter in Leuna.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 912: Kirche
  • 1260: Pleban

Pfarrzugehörigkeit:

Kirchspiel: bis 1718 Tiefenbach

Patronat:

912: Kloster Fulda

1344: Herren von Bicken

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Siegfried Textor 1549-1573

Reformierter Bekenntniswechsel, 1626 durch die Spanier katholisch, 1632 durch die Schweden wieder reformiert.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier

Leun war Sendort für Tiefenbach.

Kultur

Schulen:

1695 Lateinschule, 1713 nach Braunfels verlegt

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Leun, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8533> (Stand: 29.4.2024)