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Historisches Ortslexikon

Kröffelbach

Ortsteil · 225 m über NN
Gemeinde Waldsolms, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12 km südwestlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

Am Solmsbach gelegen

Ersterwähnung:

1232

Weitere Namen:

  • Kröftelbach [Generalstabskarte Großherzogtum Darmstadt 1832-1850]

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3462727, 5590130
UTM: 32 U 462667 5588334
WGS84: 50.445829° N, 8.474201° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532022050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 4471, davon 2824 Wald
  • 1885 (Hektar): 665, davon 299 Ackerland (= 44.96 %), 64 Wiesen (= 9.62 %), 266 Holzungen (= 40.00 %)
  • 1961 (Hektar): 1140, davon 709 Wald (= 62.19 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 330 evangelische Einwohner, 13 Juden
  • 1961: 679, davon 520 evangelisch (= 76.58 %), 155 katholisch (= 22.83 %)
  • 1970: 717 Einwohner

Diagramme:

Kröffelbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Braunfels
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Braunfels
  • 1816: Königreich Preußen, Provinz Niederrhein, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1815: standesherrliches Justizamt Braunfels
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar (Gerichtskommission Braunfels)
  • 1879: Amtsgericht Braunfels
  • 1968: Amtsgericht Wetzlar

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 wurde Kröffelbach im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Gemeinde Waldsolms eingegliedert.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1397: Pfarrkirche

Pfarrzugehörigkeit:

Kirchspiel: Hof Schwobach

Patronat:

1441: Herren von Schwobach

16. Jahrhundert: Nassau-Weilburger Lehen im Besitz derer von Schönborn

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Philipp Liebrich 1549

Katholischer Bekenntniswechsel: 1626, 1632 unter schwedischer Herrschaft wieder evangelisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Kröffelbach war Sendort.

15. Jahrhundert: Sendbezirk im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier

Juden:

1812 bzw. 1816: 3 Familien mit 9 bzw. 10 Personen, 1823-24: 11, 1876: 5 Personen

gehört zur Gemeinde Brandoberndorf

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

1834 werden die Cröfftelbacher-Mühle und die Pfeffermühle in der Gemarkung erwähnt

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Kröffelbach, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8525> (Stand: 29.4.2024)