Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 23. Dieburg

Klein-Umstadt

Stadtteil · 194 m über NN
Gemeinde Groß-Umstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km südöstlich von Dieburg

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Hanau – Eberbach ("Odenwaldbahn I";"Mümlingtalbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 29.6.1870).

Ersterwähnung:

1305

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Der Beleg Omestad minor (1229) ist auf Wenigumstadt zu beziehen.

Historische Namensformen:

  • Omestat minori, in (1305) [HStAD Bestand A 1 Nr. 127/1]
  • Omestat (1317)
  • Vnstat (1361)
  • Kleyn Omstad (1370)
  • Vnstad (1400)
  • Vnstad (1422)
  • Onstat (1437)
  • Kleyn Onstadt (1481)
  • Umbstadt
  • Omstadt (1516)
  • Clein Umbstadt (1552)
  • Kleinen Umbstatt (1671)

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1305)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3496450, 5528025
UTM: 32 U 496376 5526253
WGS84: 49.888666° N, 8.949555° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

432010060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3688, davon 2606 Acker, 157 Wiesen, 926 Wald
  • 1961 (Hektar): 980, davon 255 Wald (= 26.02 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1633: 309 Einwohner
  • 1829: 787 Einwohner
  • 1961: 1245, davon 977 evangelisch (= 78.47 %), 257 katholisch (= 20.64 %)
  • 1970: 1491 Einwohner

Diagramme:

Klein-Umstadt: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1621: Gross-Umstadt
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen und Kurfürstentum Pfalz gemeinschaftlich je zur Hälfte, Oberamt Umstadt
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Oberamt Umstadt (inklusive des kurpfälzischen Anteils)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Umstadt
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Umstadt
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Dieburg
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Dieburg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Darmstadt-Dieburg

Altkreis:

Dieburg

Gericht:

  • Centgericht: Gross-Umstadt
  • 1821: Landgericht Umstadt
  • 1879: Amtsgericht Gross-Umstadt
  • 1970: Amtsgericht Dieburg

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 zur Stadt Gross-Umstadt

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1576 besitzen die Landgrafen von Hessen und die Kurfürsten von der Pfalz die Gerichtsherrschaft.
  • Begütert waren hier die Johanniterkommende Mosbach, die Ulner von Dieburg und die von Karben.

Zehntverhältnisse:

1548 ist der Landgraf von Hessen im Besitz der Zehntrechte.

Ortsadel:

1340: Edelknecht Konrad de parvo Omstad

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1313: Pleban
  • 1425: Errichtung einer Pfarrkirche

Patrozinien:

  • Nazarius; Maria

Pfarrzugehörigkeit:

Mutterkirche: Gross-Umstadt

1425 Pfarrei

Zum Pfarrbezirk gehörten Richen und vermutlich der Grünhecker Hof.

Patronat:

Bis 1560 lagen die Patronatsrechte beim Kollegiatsstift in Aschaffenburg.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Heinrich Münch 1558-1563

Reformierter Bekenntniswechsel: 1565, 1626 wieder lutherisch.

Neben der lutherischen Gemeinde bestand nach 1648 eine reformierte.

Kirchliche Mittelbehörden:

St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Montat

Juden:

1932/33: 6 Juden - sie gehörten zur Gemeinde Groß-Umstadt

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit drei Klassen

Wirtschaft

Wirtschaft:

1839: Beginn des Bergbaus

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Klein-Umstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13434> (Stand: 29.4.2024)