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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 27. Erbach

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Kirschhausen

Stadtteil · 202 m über NN
Gemeinde Heppenheim (Bergstraße), Landkreis Bergstraße 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

4 km östlich von Heppenheim

Lage und Verkehrslage:

Straßendorf an B 460 zwischen Heppenheim im Westen und Fürth i. Odw. im Osten. Bundesstraße teilt Dorf in Nord- und Südpartie. Kirche in südöstlich gelegener Ortsmitte. Moderne Siedlungsentwicklung in alle Richtungen, primär nach Westen. Stadtbach von Süden aus kommend (von Sonderbach) fließt durch südwestlichen Teil des Ortes.

Ersterwähnung:

1130

Historische Namensformen:

  • Kirsehusen (1130)
  • Kershusen (1362)
  • Kirßhusen (1488, 1499)

Ortsteile:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3477374, 5501044
UTM: 32 U 477308 5499283
WGS84: 49.64567° N, 8.685671° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

431011050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2032, davon 950 Acker, 156 Wiesen, 850 Wald
  • 1961 (Hektar): 508, davon 184 Wald (= 36.22 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1623: 22 Bürger
  • 1829: 303 Einwohner
  • 1961: 1105, davon 99 evangelisch (= 8.96 %), 994 katholisch (= 89.95 %)
  • 1970: 1411 Einwohner

Diagramme:

Kirschhausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Oberamt Starkenburg, Amtsvogtei Heppenheim
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amtsvogtei Heppenheim
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Heppenheim
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Heppenheim
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Lindenfels
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim (Umbenennung)
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Heppenheim
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Bergstraße (Umbenennung)
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße

Altkreis:

Bergstraße

Gericht:

  • 1821: Landgericht Fürth
  • 1840: Landgericht Lorsch
  • 1879: Amtsgericht Lorsch
  • 1934: Amtsgericht Bensheim

Herrschaft:

1232: Erzbischof von Mainz unterstellt

1623: Kurmainz

Gemeindeentwicklung:

Am 1.12.1970 Eingliederung der Gemeinde Igelsbach

Am 1.2.1972 zur Stadt Heppenheim

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1904/05: Bau der kath. Pfarrkirche St. Bartholomäus

Pfarrzugehörigkeit:

1682: zu Heppenheim

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Heppenheim, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Heppenheimer Pfarrer Michael Vogler ab 1549.

Katholischer Bekenntniswechsel

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Klassen, zwei Schulhäuser von 1880 und 1908

Wirtschaft

Mühlen:

1480: jährliche Abgaben (6 Malter Korn) einer Mühle, später am selben Standort "Mitsche-Mühle"

1648: war eine Mühle in Erbbestand verliehen

um 1700: Schleifmühle zur Papierherstellung

Heinz Reitz (s. Literatur) hat 4 Mühlen verzeichnet, die Untere Mühle, die Schleifmühle, die Obere Mühle und die Ölmühle

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Kirschhausen, Landkreis Bergstraße“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13111> (Stand: 29.4.2024)