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Historisches Ortslexikon

Kirchbracht

Ortsteil · 354 m über NN
Gemeinde Birstein, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

18,7 km nordwestlich von Schlüchtern

Ersterwähnung:

um 850

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (um 850)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3519980, 5585266
UTM: 32 U 519897 5583471
WGS84: 50.40295° N, 9.279984° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435004070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 560, davon 191 Acker (= 34.11 %), 130 Wiesen (= 23.21 %), 153 Holzungen (= 27.32 %)
  • 1961 (Hektar): 559, davon 187 Wald (= 33.45 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1514: 45 Zinsende
  • 1551: 67 Zinsende
  • 1666: 18 Haushaltungen mit 78 Personen
  • 1766: 44 Haushaltungen
  • 1885: 296, davon 242 evangelisch (= 81.76 %), 2 katholisch (= 0.68 %), 5 andere Christen (= 1.69 %), 47 Juden (= 15.88 %)
  • 1961: 281, davon 254 evangelisch (= 90.39 %), 27 katholisch (= 9.61 %)
  • 1970: 253 Einwohner

Diagramme:

Kirchbracht: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • undatiert: Amt Birstein
  • 1787: Fürstentum Isenburg-Birstein, Gericht Reichenbach
  • 1816: Kurfüstentum Hessen, Amt Wenings, Gericht Reichenbach
  • 1821: Kurfüstentum Hessen, Kreis Salmünster
  • 1830: Kurfüstentum Hessen, Kreis Gelnhausen
  • 1848: Kurfüstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfüstentum Hessen, Kreis Gelnhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Gelnhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Gelnhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Gelnhausen
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gelnhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Gelnhausen

Gericht:

  • Birstein
  • 1822: Kurfürstlich-Hessisches Fürstlich-Isenburgisches Justizamt Birstein
  • 1850: Justizamt Birstein
  • 1867: Amtsgericht Wächtersbach
  • 1968: Amtsgericht Gelnhausen

Herrschaft:

Dorf der Herren von Isenburg

Gemeindeentwicklung:

Seit 1.2.1971 Ortsteil der Gemeinde Birstein

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1372 verzichtet Gottfried Zippur zu Gunsten Isenburgs auf sein Teil der vogtei und wollte seinen Bruder zu einem gleichen Verzicht bewegen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1432: Kreuzkapelle
  • 1459: Nikolauskapelle

Pfarrzugehörigkeit:

1488 Filiale von Unterreichenbach, 1590 selbstständig

Patronat:

Fürst zu Isenburg in Bistein

Bekenntniswechsel:

Da bis 1590 Filial von Unterreichenbach, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Unterreichenbacher Pfarrer Johannes Henkel um 1527.

Erster eigener evangelischer Pfarrer: Erasmus Dilesius 1590-1596

Reformierter Bekenntniswechsel

Seit 1818 unierte Pfarrei.

Kirchliche Mittelbehörden:

1488: Bistum Würzburg

Juden:

Sammelfriedhof in Birstein wird von der Gemeinde genutzt.

1835: 28, 1861: 38, 1905: 35 Juden

Gemeinde gehört zu Fischborn

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Kirchbracht, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12522> (Stand: 29.4.2024)