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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 108. Langenselbold

Weitere Informationen

Horbach

Ortsteil · 180 m über NN
Gemeinde Freigericht, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7,5 km südlich von Gelnhausen

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Langenselbold – Gelnhausen (Inbetriebnahme der Strecke 15.10.1904) bis zur Stilllegung der Teilstrecke ab hier bis Gelnhausen 1963, Teilstrecke ab hier bis Langenselbold bereits am 21.5.1955 stillgelegt.

Ersterwähnung:

(um 850)

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung des aufgelösten Gutsbezirks Forst Wolfgang.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (um 850)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3511735, 5556084
UTM: 32 U 511656 5554301
WGS84: 50.140825° N, 9.163112° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435009030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 271, davon 134 Acker (= 49.45 %), 37 Wiesen (= 13.65 %), 100 Holzungen (= 36.90 %)
  • 1961 (Hektar): 350, davon 219 Wald (= 62.57 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1598: 15 Haushaltungen
  • 1632: 10 Dienstpflichtige
  • 1753: 45 Haushaltungen, 5 Beisassen, 1 Jude
  • 1812: 70 Feuerstellen, 393 Seelen
  • 1885: 390, davon 11 evangelisch (= 2.82 %), 379 katholisch (= 97.18 %)
  • 1961: 1241, davon 68 evangelisch (= 5.48 %), 1166 katholisch (= 93.96 %)
  • 1970: 1459

Diagramme:

Horbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Dorf des hanauisch-mainzischen Freigerichts Wilmundsheim
  • 1787: Landgrafschaft Hessen, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Freigericht
  • 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Freigericht (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Gelnhausen
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Altenhaßlau
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Gelnhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Gelnhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Gelnhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Gelnhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Gelnhausen
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gelnhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Gelnhausen

Gericht:

  • Ursprünglich Gericht Somborn, später Amtsgericht Meerholz
  • 1822: Justizamt Gelnhausen
  • 1850: Justizamt Meerholz
  • 1867: Amtsgericht Meerholz
  • 1932: Amtsgericht Gelnhausen

Gemeindeentwicklung:

Seit 1.1.1970 Ortsteil der Gemeinde Freigericht.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Im 9. Jahrhundert im Besitz des Kloster Fulda.
  • 1175 legt Propst Burchard von St. Peter (vor Mainz) einen Streit mit dem Benediktinerkloster Seligenstadt um Besitz in Horbach und Alzenau bei.
  • 1598 an Hanau
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Michaelskapelle

Pfarrzugehörigkeit:

Zur Pfarrei Somborn gehörig, später eingepfarrt

Bekenntniswechsel:

Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Ruralkapitel Rodgau

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Stellen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

An einem vom Näßlichbach abzweigenden Betriebsgraben lagen zwei Mühlen im Ortsbereich: die Mühle Biba im Südosten (1917 stillgelegt) und die Naßenmühle (auf der Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861 fälschlich als Büba Mühle bezeichnet) im Westen (1895: 9 Bewohner, 1957 stillgelegt).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Horbach, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12477> (Stand: 29.4.2024)