Historisches Ortslexikon
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Weitere Informationen
Hopfelde
-
Stadtteil · 355 m über NN
Gemeinde Hessisch Lichtenau, Werra-Meißner-Kreis
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Dorf
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Lagebezug:
19 km südsüdwestlich von Witzenhausen, 4 km südöstlich von Hessisch Lichtenau gelegen
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Lage und Verkehrslage:
Geschlossenes Dorf mit regelhaftem Grundriss (Angerdorf) in der Quellmulde der Hollsteine. Kirche in zentraler Lage auf dem Anger. Durch den Ort führt in West-Ost-Richtung die L 3147 (Dorfstraße).
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Ersterwähnung:
1371
-
Siedlungsentwicklung:
1928 erfolgt die Eingemeindung des aufgelösten Gutsbezirks Glimmerode.
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Historische Namensformen:
- Hupfelde, zu (1371) [Abschrift HStAM Bestand 17 d von Ratzenberg 19, Bl. 177r+v]
- Hubfelde, von (1383) [HStAM Best. Rechn. I, Nr. 87/2, fol. 1v]
- Hupfelde, zcü (1409) [Landgrafen-Regesten online Nr. 2159]
- Hubfelde (1454) [HStAM Best. S Nr. 451]
- Huebfelde, von (1472)
- Huobfelde, vom dorffe (1491)
- Hupffeldt; Hupffvelden, aus; Hupffelden, die von; Hopfelde(n) (1553) [HStAM Bestand S Nr. 524]
- Hupfeida das Dorf (1575)
- Hupffelde (1585) [Der ökonomische Staat, S. 86]
- Hupfell (1681)
- Hopfeld (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 7]
-
Bezeichnung der Siedlung:
- Dorf (1454)
-
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:
-
Umlegung der Flur:
1889
-
Älteste Gemarkungskarte:
1755
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3553647, 5671903
UTM: 32 U 553552 5670074
WGS84: 51.179577° N, 9.766141° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
636006060
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Flächennutzungsstatistik:
- 1454: 25 Huben in der Feldmark genannt
- 1776: 1279 Acker
- 1961 (Hektar): 530, davon 121 Wald (= 22.83 %)
-
Einwohnerstatistik:
- 1539: 15 Mann und 15 Feuerstellen
- 1575/85: 21 Hausgesesse
- 1639: 6
- 1650: 4
- 1659: 17
- 1681: 19
- 1747: 25 Mannschaften mit 32 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
- 1776: 79 Einwohner
- 1961: 287, davon 268 evangelisch (= 93.38 %), 13 katholisch (= 4.53 %)
- 1970; 334 Einwohner
- Berufsgliederung 1724: 44 Leinweber, 1 Schmied, 1 Hirte, 1 Tagelöhner; zusammen: 47
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Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- 1383/87: Landgrafschaft Hessen, Amt Reichenbach (Lichtenau)
- 1454: Landgrafschaft Hessen, Amt Reichenbach (Lichtenau)
- 1553: Landgrafschaft Hessen, Amt Lichtenau
- 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau, Der vierte Ort
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Lichtenau
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Lichtenau
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis
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Altkreis:
Witzenhausen
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Gericht:
- 1553 und 1575: landgräfliches Gericht
- 1747: Niederes und peinliches Gericht Hessen
- 1807: Friedensgericht Lichtenau
- 1814: Amt Lichtenau
- 1821: Justizamt Lichtenau
- 1867: Amtsgericht Lichtenau
- 1879: Amtsgericht Lichtenau
- 1945: Amtsgericht Witzenhausen
- 1950: Amtsgericht Witzenhausen
- 1961: Amtsgericht Witzenhausen
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Herrschaft:
1409 und 1516: Die von Hundelshausen durch Landgraf mit Gütern zu Hopfelde belehnt. 1454 zinst von den 25 genannten Hufen die Hälfte dem Landgrafen, von der anderen Hälfte nur ein Teil zur Burg Reichenbach, die sonstigen Gefalle standen den von Hundelshausen und von Holzheim zu.
1562: Hermann von Hundelshausen übergibt dem Landgraf Philipp seine Güter zu Hopfelde.
1569: Landgraf Wilhelm belehnt Joh. von Ratzenberg mit Hufen zu Hopfelde.
1581: desgleichen die Kanne von Lügde
1575/85: Etliche Huben zu Hopfelde sind hessisches Lehen der Kanne.
1593: Landgraf Moritz belehnt die von Meisenbug mit Gütern zu Hopfelde.
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingemeindung nach Hessisch Lichtenau, Stadtgemeinde, dessen Stadtteil Hopfelde seitdem ist.
- Kirche und Religion ↑
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Ortskirchen:
- Spätgotischer Kirchenbau mit 1519 datiertem Westportal
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Pfarrzugehörigkeit:
1505: Pfarrer und Vikare zu Hopfelde
Vermutlich seit dem 15. Jahrhundert, sicher aber 1517, 1569, 1777, 1872 und 1994 Filialdorf von Reichenbach. Im 17. Jahrhundert hatte der Reichenbacher Pfarrer einmal in der Woche in Hopfelde zu predigen.
1925: Glimmerode eingepfarrt
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Bekenntniswechsel:
Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.
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Kirchliche Mittelbehörden:
Archpresbytariat Gensungen
Archdiakonat St. Peter - Fritzlar
- Kultur ↑
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Schulen:
Im 17. Jahrhundert fand der Schulunterricht in Reichenbach statt
1910 einklassige Volksschule
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Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):
- Wirtschaft ↑
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Wirtschaft:
Bildete 1454 mit Hollstein einen Leistungsverband
Töpferei, die ihren Ton aus Hollstein bezog, der dort 1840 - 90 gegraben wurde
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Hopfelde, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6050> (Stand: 11.10.2024)

