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Weitere Informationen

Holzhausen (Eder)

Stadtteil · 337 m über NN
Gemarkung Holzhausen, Gemeinde Hatzfeld (Eder), Landkreis Waldeck-Frankenberg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

16 km südwestlich von Frankenberg (Eder)

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes, durch Hofreiten geprägtes Dorf mit unregelmäßigen Grundrissmerkmalen südöstlich einer Schleife der oberen Eder. Kirche an ansteigendem Hang zwischen Eder und Lattenberg. Verkehrsanbindung durch L 3090 nach Hatzfeld und Laisa.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Korbach – Arfeld ("Edertalbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 17.11.1910) bis zur Stilllegung der Strecke 1993.

Ersterwähnung:

1274

Siedlungsentwicklung:

Das Dorf war nach einer Angabe von 1538 lange wüst und unbebaut und erst seit mehr als 30 Jahren wieder bewohnt.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1577)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1947/48, 1953-1956

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3472090, 5650432
UTM: 32 U 472027 5648612
WGS84: 50.988413° N, 8.601449° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

635014040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3146, davon 972 Acker (= 30.90 %), 436 Wiesen (= 13.86 %), 1518 Wald (= 48.25 %)
  • 1885 (Hektar): 786, davon 211 Acker (= 26.84 %), 109 Wiesen (= 13.87 %), 387 Holzungen (= 49.24 %)
  • 1961 (Hektar): 786, davon 388 Wald (= 49.36 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 27 Haushaltungen
  • 1712: 30 Haushaltungen
  • 1885: 350 evangelisch, 0 katholisch
  • 1961: 448, davon 411 evangelisch (= 91.74 %), 33 katholisch (= 7.37 %)

Diagramme:

Holzhausen (Eder): Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Um 1400: Amt Battenberg
  • 1464: Landgrafschaft Hessen, Amt Battenberg
  • 1577: Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Battenberg, Landgericht Battenberg
  • 1604: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Battenberg
  • 1650: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Battenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Battenberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Battenberg
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Battenberg
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Biedenkopf
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Hinterlandkreis
  • 1886: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis:

Frankenberg

Gericht:

  • 1821: Landgericht Biedenkopf
  • 1835: Landgericht Battenberg
  • 1867: Amtsgericht Battenberg
  • 1945: Amtsgericht Frankenberg-Eder

Herrschaft:

Ende des 13. Jahrhunderts gelangen Burg, Stadt und Gericht Battenberg, zu dem Holzhausen später gehört, vollständig in die Hände des Mainzer Erzbischofs, der seine Rechte jedoch im 14./15. Jahrhundert mehrfach verpfändet. 1464 gelangt das Amt Battenberg dann an die Landgrafen von Hessen, 1583 verzichtet Mainz endgültig auf alle Ansprüche.

Gemeindeentwicklung:

Seit dem 1.4.1971 gehört Holzhausen als Stadtteil zur Stadtgemeinde Hatzfeld (Eder).

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1274 übergibt Berta, Witwe Ritter Krafts von Schweinsberg, dem Kloster Haina ihre Güter zu Holzhausen. Das Kloster erwirbt in der Folge weiteren Besitz.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1297: plebanus
  • Kirchbau vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, im 17./18. Jahrhundert umgestaltet.

Pfarrzugehörigkeit:

Anfang 16.Jh.: Eifa

1527: Pfarrei, 1577 nach Laisa eingepfarrt, 1613 und später mit diesem Battenberg verbunden. Zusammen mit dem eingepfarrten Holzhausen an der Eder ist Laisa 1954 selbstständige Kirchengemeinde innerhalb der Pfarrei Battenberg.

Patronat:

1527: landgräflich

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Laut 1527, Mönch in Wiesenfeld bis 1527, anschließend mit der Pfarrei Holzhausen abgefunden

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Stephan, Dekanat Christenberg, Sendbezirk Christenberg

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Wirtschaft:

1854: Holzhäuser Eisenhammer, 1 Braunsteinbergwerk, 1 Schieferbruch (schon um 1750 bezeugt)

1850 Büttenpapiermühle in der sog. Battenberger Papiermühle bei Friedenthal; 1919 Einstellung der Büttenherstellung für Patronen des Heeres, Aufgabe der Papiermühle 1967

Mühlen:

1854: Oberste Mühle, Unterste Mühle, Eifenbachmühle (schon um 1750 bezeugt)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Holzhausen (Eder), Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1195> (Stand: 29.4.2024)