Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
6316 Worms
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 26. Worms
Gerichtsstätten
Hofheim, Gerichtsstätte

Weitere Informationen

Hofheim

Stadtteil · 92 m über NN
Gemeinde Lampertheim, Landkreis Bergstraße 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

17 km westlich von Heppenheim

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Frankfurt am Main/Sportfeld – (Darmstadt) – Worms ("Riedbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.6.1869, 1.12.1900). Die am 1.12.1900 eröffnete Teilstrecke Lampertheim/Hofheim (Ried) - Worms diente als Ersatz für die am gleichen Datum stillgelegte Teilstrecke Rosengarten - Worms.

Endbahnhof der Eisenbahnlinie Lampertheim/Hofheim (Ried) – Bensheim (Inbetriebnahme der Strecke 27.10.1869).

Ersterwähnung:

1016

Historische Namensformen:

  • Hoveheim (1016)
  • Houehem (um 1260)
  • Houeheim (1274)
  • Hofeheim (1365)
  • Hoffeheim (1377)
  • Hoiffheym (1415)
  • Hofhem (1448)
  • Hoffheim uber Rin (1489)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3457546, 5502499
UTM: 32 U 457488 5500738
WGS84: 49.657681° N, 8.410979° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

431013010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 4960, davon 3790 Acker, 921 Wiesen, 62 Wald
  • 1961 (Hektar): 1394, davon 0 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 1197 Einwohner
  • 1939: 2841 EInwohner
  • 1961: 4479, davon 2610 evangelisch (= 58.27 %), 1758 katholisch (= 39.25 %)
  • 1970: 5026 Einwohner

Diagramme:

Hofheim: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Worms, Amt Lampertheim, Amtskellerei Stein
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amtsvogtei Lampertheim
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Lampertheim
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Lampertheim
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Heppenheim
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Heppenheim
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Worms
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße

Altkreis:

Bergstraße

Gericht:

  • 1821: Landgericht Lorsch
  • 1879: Amtsgericht Lorsch
  • 1934: Amtsgericht Worms
  • 1945: Amtsgericht Lampertheim

Gemeindeentwicklung:

3.10.1937: Umgemeindung eines Teils von Hofheim nach Rosengarten

Am 1.10.1971 zur Stadt Lampertheim

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1803: an Hessen
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 802: ecclesia

Patrozinien:

  • Michael

Pfarrzugehörigkeit:

Bensheim

Bobstadt als Filial

Nach dem Dreißigjährigen Krieg von Nordheim mit versehen.

Diakonische Einrichtung:

Nach Röschen, Beschreibung der evangelischen Pfarreien des Großherzogtum Hessen 1900 wohnen im Haus der evangelischen Kleinkinderschule zwei Diakonissen (Kinderbetreuung bzw. Krankenpflege);

Gemeindestation der Diakonie 1897 – 1945; Kindergarten 1903 – 1941

Bekenntniswechsel:

Wiederholter Bekenntniswechsel: zunächst lutherisch, ab 1563 unter Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz reformiert.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Peter Oberkampf 1568-1577, 1577 bei der erneuten Einführung des lutherischen Bekenntnisses unter Kurfürst Ludwig VI. abgesetzt. Nach 1583 erneut reformiertes Bekenntnis.

Katholischer Bekenntniswechsel: 1624 oder 1625, ab 1631 für einige Jahre wieder evangelisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat St. Viktor in Mainz, Landkapitel Bensheim

Kultur

Schulen:

1910 evangelische Volksschule mit vier Klassen und katholische Volksschule mit drei Klassen, zwei Schulhäuser von 1890 und 1901

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hofheim, Landkreis Bergstraße“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13108> (Stand: 29.4.2024)