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Historisches Ortslexikon

Höchst a. d. Nidder

Ortsteil · 130 m über NN
Gemeinde Altenstadt, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km südwestlich von Büdingen

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Nidderau/Heldenbergen-Windecken – Glauburg/Stockheim ("Niddertalbahn I"; "Stockheimer Lieschen") (Inbetriebnahme der Strecke 1.10.1905). (Die Teilstrecke Nidderau/Heldenbergen-Windecken - Höchst (Nidder) wurde am 1.10.1905 eröffnet, die Teilstrecke Höchst (Nidder) - Glauburg/Stockheim am selben Datum).

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3494883, 5570491
UTM: 32 U 494810 5568703
WGS84: 50.270439° N, 8.927177° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440001030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1234, davon 390 Acker, 372 Wiesen, 472 Wald
  • 1961 (Hektar): 376, davon 81 Wald (= 21.54 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 916, davon 720 evangelisch (= 78.60 %), 167 katholisch (= 18.23 %)
  • 1970: 1121 Einwohner

Diagramme:

Höchst a. d. Nidder: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Freiherr von Günderode (Mannlehen von der Grafschaft Isenburg)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Patrimonialgericht von Günderrode
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Patrimonialgericht (Freiherren von Günderrode)
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Vilbel
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Vilbel
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1820: Patrimonialgericht Höchst a.d.N.
  • 1823: Landgericht Groß-Karben
  • 1853: Landgericht Altenstadt
  • 1879: Amtsgericht Altenstadt
  • 1968: Amtsgericht Büdingen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.10.1971 zur Gemeinde Altenstadt.

Kirche und Religion

Diakonische Einrichtung:

Gemeindepflege 1937 – 1938 durch Diakonissen des Elisabethenstifts Darmstadt; Röschen, Beschreibung der evangelischen Pfarreien des Großherzogtum Hessen nennt für 1900 einen kirchlichen Verein für Armen- und Krankenpflege

Bekenntniswechsel:

Der Ort ist Anfang der 1550er Jahre evangelisch.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Johannes Hilarius 1565-1620

Reformierter Bekenntniswechsel: um 1618, 1644 wieder lutherisch

Juden:

1830: 67, 1905: 13 Juden

Betraum im 1.Stock eines Hauses in der Hauptstraße

um 1820 Anlage eines neuen Friedhofs

Kultur

Schulen:

um 1580 besteht bereits eine Schule; Schulmeister: Vitus Justus Riccius 1585-1588; 1910 einklassige Volksschule, Schulhaus von 1891

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Höchst a. d. Nidder, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12130> (Stand: 29.4.2024)