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Historisches Ortslexikon
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- Herzogtum Nassau 1819 – 48. Dickschied
Hilgenroth
-
Ortsteil · 425 m über NN
Gemeinde Heidenrod, Rheingau-Taunus-Kreis
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Dorf
-
Lagebezug:
9 km westlich von Bad Schwalbach
-
Lage und Verkehrslage:
Geschlossene Siedlung am Mehrbach.
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Ersterwähnung:
(um 1260)
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Historische Namensformen:
- Hilderode (um 1260) [Demandt, Regesten Katzenelnbogen 1, S. 96-101, Nr. 139]
- Hilgenrat (1361)
- Hildegenrod (um 1390)
- Hilgart (1583)
-
Bezeichnung der Siedlung:
- villa (um 1250);
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3424257, 5556283
UTM: 32 U 424212 5554501
WGS84: 50.137891° N, 7.939456° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
439005050
-
Flächennutzungsstatistik:
- 1885 (Hektar): 310, davon 98 Acker (= 31.61 %), 18 Wiesen (= 5.81 %), 174 Holzungen (= 56.13 %)
- 1961 (Hektar): 310, davon 181 Wald (= 58.39 %)
-
Einwohnerstatistik:
- 1583: 7 Hausgesäße
- 1809: 105 Einwohner
- 1827: 102
- 1885: 86, davon 85 evangelisch (= 98.84 %), 1 katholisch (= 1.16 %)
- 1961: 99, davon 88 evangelisch (= 88.89 %), 11 katholisch (= 11.11 %)
- 1970: 97
-
Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- 1530 und 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
- 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung weiterhin in Langenschwalbach)
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
- 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
- 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
- 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
- 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis
-
Altkreis:
Untertaunuskreis
-
Gericht:
- 1816: Amt Hohenstein
- 1817: Amt Langenschwalbach
- 1849: Justizamt Langenschwalbach
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
- 1867: Amtsgericht Langenschwalbach
-
Gemeindeentwicklung:
Am 1.1.1971 zur Gemeinde Heidenrod.
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- Um 1260 fällt Hilgenroth bei der Erbteilung der Grafen von Katzenelnbogen der älteren Linie zu.
- 1335 befand sich Hilgenroth als katzenelnbogisches Lehen in den Händen der Familie Biz von St. Goar. 1361 im Weistum des Vierherrengedings auf dem Einrich genannt.
- Kirche und Religion ↑
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Pfarrzugehörigkeit:
Ursprünglich und Anfang des 17. Jahrhunderts zur Pfarrei Dickschied, 1583 jedoch zur Pfarrei Zorn gehörig.
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Bekenntniswechsel:
Da Filial von Dickschied, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Dickschieder Pfarrer Sebastian Thorn ab 1534.
Reformierter Bekenntniswechsel: 1605, 1626 wieder lutherisch.
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Kehrein, Nassauisches Namenbuch, S. 213
- Bach, Siedlungsnamen, S. 74
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 185, 192
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 617
- Sponheimer, Landesgeschichte, S. 233
- Denkmaltopographie Rheingau-Taunus-Kreis 2, S. 195
- Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch für die acquirierten Lande und die verlorenen Gebiete, S. 295
- Zitierweise ↑
- „Hilgenroth, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10779> (Stand: 16.10.2018)

