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Herzogtum Nassau 1819 – 48. Dickschied

Hilgenroth

Ortsteil · 425 m über NN
Gemeinde Heidenrod, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9 km westlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Geschlossene Siedlung am Mehrbach.

Ersterwähnung:

(um 1260)

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (um 1250);

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3424257, 5556283
UTM: 32 U 424212 5554501
WGS84: 50.137891° N, 7.939456° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439005050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 310, davon 98 Acker (= 31.61 %), 18 Wiesen (= 5.81 %), 174 Holzungen (= 56.13 %)
  • 1961 (Hektar): 310, davon 181 Wald (= 58.39 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1583: 7 Hausgesäße
  • 1809: 105 Einwohner
  • 1827: 102
  • 1885: 86, davon 85 evangelisch (= 98.84 %), 1 katholisch (= 1.16 %)
  • 1961: 99, davon 88 evangelisch (= 88.89 %), 11 katholisch (= 11.11 %)
  • 1970: 97

Diagramme:

Hilgenroth: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1530 und 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung weiterhin in Langenschwalbach)
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Hohenstein
  • 1817: Amt Langenschwalbach
  • 1849: Justizamt Langenschwalbach
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
  • 1867: Amtsgericht Langenschwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1971 zur Gemeinde Heidenrod.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1260 fällt Hilgenroth bei der Erbteilung der Grafen von Katzenelnbogen der älteren Linie zu.
  • 1335 befand sich Hilgenroth als katzenelnbogisches Lehen in den Händen der Familie Biz von St. Goar. 1361 im Weistum des Vierherrengedings auf dem Einrich genannt.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Ursprünglich und Anfang des 17. Jahrhunderts zur Pfarrei Dickschied, 1583 jedoch zur Pfarrei Zorn gehörig.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Dickschied, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Dickschieder Pfarrer Sebastian Thorn ab 1534.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1605, 1626 wieder lutherisch.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hilgenroth, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10779> (Stand: 16.10.2018)