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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 33. Lichtenau
Gerichtsstätten
Gerichtsplatz in Hetzerode

Weitere Informationen

Hetzerode

Stadtteil · 315 m über NN
Gemeinde Waldkappel, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13,5 km westsüdwestlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit geringer Siedlungsdichte und einfachem, im Kern trapezförmig-ovalem Grundriss in einem Seitental des Schemmergrundes (Hetze) an der Landstraße (L 3227) nach Spangenberg. Kirche in zentraler Lage.

Ersterwähnung:

1376

Siedlungsentwicklung:

1376 ist dy Wustenunge Fredericherade gelegen geyn dem Ysberge pober Heczenrade.

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Stölzingen.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Grund (1410, 1496)
  • Dorf (1540)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1907

Älteste Gemarkungskarte:

1868

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3556766, 5666851
UTM: 32 U 556669 5665024
WGS84: 51.13387° N, 9.809945° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636012080

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 452, davon 179 Acker (= 39.60 %), 28 Wiesen (= 6.19 %), 109 Holzungen (= 24.12 %)
  • 1961 (Hektar): 540, davon 291 Wald (= 53.89 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Hetzerode: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Anfang 15. Jahrhundert: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
  • 1463: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
  • 1540: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg (Salbuch 1540)
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg, Ort Schemmermark
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Bischhausen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg (zuletzt Amt Bischhausen, Gericht Schemmern)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • Schemmermark (1540)
  • 1814-1821: Kurfürstliches Gericht Schemmern
  • 1822: Kurfürstliches Justizamt Bischhausen, Gericht Schemmern
  • 1867: Amtsgericht Bischhausen
  • 1879: Amtsgericht Bischhausen
  • 1932: Amtsgericht Spangenberg
  • 1943: Amtsgericht Melsungen (Zweigstelle Spangenberg)
  • 1957: Amtsgericht Eschwege

Herrschaft:

Gülten und Güter im Grund "Heczenrode" besitzen 1410 die von Holzheim als Lehen von Hessen (Holzheim. Lehenrev.1496-1515), früher die von Slutinsdorf. Hetzerode kommt 1525 an die von Hundelshausen.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1974 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil nach Waldkappel eingegliedert.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kirche als im Kern romanischer Rechteckbau 1586 und 1821 umgebaut

Pfarrzugehörigkeit:

Bereits 1527 dann 1585, 1872 und 1994 Filial von Schemmern

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hetzerode, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5999> (Stand: 14.6.2024)