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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 12. Schotten

Weitere Informationen

Herchenhain

Ortsteil · 635 m über NN
Gemeinde Grebenhain, Vogelsbergkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

20 km südwestlich von Lauterbach

Ersterwähnung:

1289

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • ville (1289)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3519142, 5594055
UTM: 32 U 519060 5592257
WGS84: 50.481988° N, 9.268645° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

535007070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2957, davon 810 Acker, 1371 Wiesen, 489 Wald
  • 1961 (Hektar): 744, davon 323 Wald (= 43.41 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 349, davon 317 evangelisch (= 90.83 %), 25 katholisch (= 7.16 %)
  • 1970: 412 Einwohner

Diagramme:

Herchenhain: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Anteil am Fürstentum Oberhessen, Amt Nidda und Lißberg, Gericht Burkhards
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Nidda
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Lißberg
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Schotten
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Lauterbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Lauterbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Lauterbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis:

Lauterbach

Gericht:

  • 1822: Landgericht Schotten,
  • April 1853: Landgericht Herbstein,
  • Oktober 1853: Landgericht Schotten,
  • 1879: Amtsgericht Schotten,
  • 1907: Amtsgericht Ortenberg,
  • 1949: Amtsgericht Lauterbach.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Gemeinde Grebenhain eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1289 bescheinigt Ludwig v. Isenburg, dass die Güter in Eigelshain zu den Gütern in Herchenheim gehören, womit sie ihre Tochter ausgesteuert haben
  • 1419: vgl. Baur, Hessische Urkunden 4 Nr. 71.
  • Ein Stadtherr: Abt von Fulda.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1315: Pfarrei

Pfarrzugehörigkeit:

1016: Pfarrei Wingershausen

1315: eigenständige Pfarrei. Zum Kirchspiel Herchenhain gehörten Hartmannshain, Siechenhausen und Herchenhain

Patronat:

1315: Grafen von Ziegenhain

1450: Landgrafschaft Hessen

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: "Herr" Heinrich 1536

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Herchenhain

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule, Schulhaus von 1889

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Herchenhain, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9140> (Stand: 29.4.2024)