Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
4923 Altmorschen
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 43. Altmorschen
Gerichtsstätten
Gerichtsplatz in Heina

Weitere Informationen

Heina

Ortsteil · 280 m über NN
Gemeinde Morschen, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6,5 km südöstlich von Melsungen

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit geringer Siedlungsdichte und einfachem Grundriss rechts der Fulda am Südhang des Wildsbergs. Kirche in zentraler Lage. Verbindungsstraße nach Altmorschen und zur südlich verlaufenden B 83.

Ersterwähnung:

1299

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Umlegung der Flur:

1899

Älteste Gemarkungskarte:

1687

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3541622, 5660710
UTM: 32 U 541531 5658885
WGS84: 51.079972° N, 9.592893° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

634015040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 452, davon 204 Acker (= 45.13 %), 25 Wiesen (= 5.53 %), 163 Holzungen (= 36.06 %)
  • 1961 (Hektar): 447, davon 197 Wald (= 44.07 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Heina: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Anfang 15. Jahrhundert: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg, Ort Fulda
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Spangenberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Melsungen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Melsungen

Gericht:

  • Dorf des zum Kloster Heydau gehörigen Gerichts Morschen.
  • vor 1822: Amt Spangenberg
  • 1822: Justizamt Spangenberg
  • 1867: Amtsgericht Spangenberg
  • 1879: Amtsgericht Spangenberg
  • 1943: Amtsgericht Melsungen (Zweigstelle Spangenberg)
  • 1970: Amtsgericht Melsungen

Herrschaft:

1350 sichert sich Hermann von Treffurt, Herr zu Spangenberg das Wiederkaufsrecht an seinen Gütern u.a. in Heina (HStAM Bestand Urk. 28 Nr. 213)

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zur neuen Gemeinde Morschen, deren Ortsteil Heina wurde.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Kloster Heydau

Zehntverhältnisse:

1346 waren die Herren von Treffurt im Besitz des Zehnten

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Pleban (1299)
  • ecclesia (1425-1428)
  • Kirche aus dem 16. Jahrhundert, 1783 erneuert, 1974 renoviert. Saalbau mit Fachwerkreiter.

Pfarrzugehörigkeit:

Seit dem 30jährigen Krieg war Heina fast ständig als Vikariat mit Binsförth verbunden, so 1872. Nach Auflösung des Kirchspiels Binsförth 1986 kam Heina als Vikariatsgemeinde an das Kirchspiel Altmorschen.

Patronat:

Patron seit der Reformation zuerst der Landgraf.

Seit 1768 übten das Patronat abwechselnd der Landesherr und die von Baumbach aus (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 399).

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johann Werner ca. 1520-1566, seit 1528 evangelisch

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Peter zu Fritzlar, Erzpriestersprengel Braach

Später und noch 1872 gehörte sie zur protestantischen Klasse Spangenberg (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 399).

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Heina, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4917> (Stand: 9.7.2025)