Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. August 1933: Tagung des Hessischen Geschichtsvereins in Eschwege
    An der Tagung des Hessischen Vereins für Geschichte und Landeskunde in Eschwege in der 2. Augusthälfte nehmen auch NSDAP-Gauleiter Karl Weinrich (1887–1973) und der Regierungspräsident Konrad von Monbart (1881–1945) teil.(OV) ... »Details
  2. 16. August 1933: Diskriminierende Behandlung von Frauen in Frankenberg
    In Frankenberg (Eder) werden vier Frauen von der SA öffentlich angeprangert. Den Frauen, von denen eine verheiratet ist, wird vorgeworfen, mit Juden Beziehungen gehabt zu haben. Sie werden, mit einem Plakat behängt, unter Trommelwirbel zwangsweise durch die Stadt geführt. (Frankenberger Zeitung)(OV) ... »Details
  3. 20. August 1933: Ehrung altgedienter Parteimitglieder zum zehnjährigen Bestehen der NSDAP-Ortsgruppe Melsungen
    Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der dortigen Ortsgruppe der NSDAP findet in Melsungen die Ehrung aller altgedienten Parteimitglieder des Gaues Kurhessen und ein Aufmarsch der SA-Standarte 173 statt. ... »Details
  4. 27. August 1933: Kundgebung zur „Heimkehr des Saarlandes“ am Niederwalddenkmal
    Adolf Hitler (1889–1945) spricht bei einer großen Kundgebung für die „Heimkehr des Saarlandes“ am Niederwalddenkmal bei Rüdesheim. Nach einer großen Kundgebung am Tannenberg-Denkmal in Ostpreußen war er in einem mehrstündigen Flug angereist, um vor angeblich 200.000 Menschen, wohl vorwiegend Saarländern (von Hitler begrüßt als meine Saarländer!), eine nationalistische Rede zu ... »Details
  5. 28. August 1933: Verleihung des Goethepreises an Hermann Stehr
    Der aus Habelschwerdt in Schlesien (Grafschaft Glatz) stammende deutsche Schriftsteller Hermann Stehr (1864–1940) erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Der im März als Nachfolger des von den Nationalsozialisten aus dem Amt gedrängten Ludwig Landmann (1868–1945) angetretene NSDAP-Oberbürgermeister Friedrich Krebs (1894–1961) würdigt den Schriftsteller bei der ... »Details
  6. 2. September 1933: Abfahrt der Marburger SA zum Nürnberger Parteitag wird zum Ereignis stilisiert
    In einem Artikel berichtet die „Oberhessische Zeitung“ (Marburg) unter der Überschrift „Auf nach Nürnberg!“ von der Abfahrt der Marburger SA-Abordnung zum Nürnberger Parteitag am 1. September 1933 und stilisiert den Marsch der Standarte zum Marburger Bahnhof und ihre Verabschiedung zum lokalen Ereignis, das breite Aufmerksamkeit und Zustimmung in der Marburger Bevölkerung gefunden ... »Details
  7. 2. September 1933: Waschmittelwerbung mit nationalen Parolen
    In den Zeitungen – hier in der in Marburg erscheinenden „Oberhessischen Zeitung“ – macht die Waschmittelfirma Henkel Werbung mit nationalen Parolen. In der Zeitungsanzeige steht ein Hochzeitspaar vor (und auf) einer mit Blumen dekorierten Deutschlandkarte. Der Werbespruch lautet: Jetzt gibts im deutschen Vaterland / der Hochzeitspaare viel, / viel Glück im neuen Ehestand / wünscht allen ... »Details
  8. 4. September 1933: Rückkehr der Marburger SA vom Reichsparteitag
    160 Marburger SA-Männer, die vom Nürnberger Reichsparteitag der NSDAP zurückkehren, wo das Feldzeichen der SA-Standarte Jäger 11 durch Berührung mit der sogenannten Blutfahne geweiht wurde, werden in Marburg begeistert empfangen. Die „geweihten“ Feldzeichen werden zunächst im Rathaussaal aufgestellt, bis die neue SA-Dienststelle (Biegenstraße 9) Mitte September fertiggestellt ist.(OV) ... »Details
  9. 7. September 1933: Ausschluss jüdischer Händler von den Kram- und Viehmärkten
    Der Marburger Magistrat beschließt, jüdische Kaufleute und Händler von den hiesigen Krammärkten auszuschließen. In Marburg findet der erste judenfreie Viehmarkt auf der Bürgerwiese statt. Es wird in der Ankündigung ausdrücklich darauf hingewiesen, jeder Bauer sei verpflichtet, sein Vieh dort zum Verkauf anzubieten ohne den Juden zu tätigen. Kein Bauer dürfe den Besuch dieser ... »Details
  10. 12. September 1933: Bildung der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau
    Zusammenschluss unter den Leitgedanken von „Einheit“ und „Führung“ ... »Details
  11. 15. September 1933: Kommissarischer Bürgermeister in Frankenberg kündigt Ende der Kommunalverfassung an
    Der von den Nationalsozialisten kommissarisch in sein Amt eingesetzte Bürgermeister in Frankenberg, Karl Ockershausen (der im Zuge der „Gleichschaltung“ den deutschnationalen, aber kritisch gegenüber der Nazipartei eingestellten vormaligen Bürgermeister Hugo Dertz ersetzt), hebt in der Stadtverordnetenversammlung die große Bedeutung hervor, die in der Einführung des Preußischen ... »Details
  12. 15. September 1933: Veröffentlichung einer Liste jüdischer Geschäfte in Wüstensachsen
    Das nationalsozialistische Kampfblatt „Fuldaer Nachrichten“ veröffentlicht unter der Überschrift „Daitsche Geschäfte“ in Wüstensachsen eine Liste der jüdischen Geschäfte in Wüstensachsen, um auch dem letzten deutschen Volksgenossen ... guten und unübervorteilten Einkauf beim reellen, deutschen Geschäftsmann zu gewährleisten. Die Liste enthält insgesamt 18 Namen.(OV) ... »Details
  13. 19. September 1933: Ernennung von Philipp Wilhelm Jung zum hessischen Ministerpräsidenten
    Der Reichsstatthalter in Hessen, Jakob Sprenger (1884–1945; NSDAP) ernennt an Stelle von Prof. Dr. Ferdinand Werner (1876–1961) den Nationalsozialisten und bisherigen Staatsrat Philipp Wilhelm Jung (1884–1965) zum Staatsminister und Vorsitzenden der hessischen Landesregierung.(OV) ... »Details
  14. 23. September 1933: Beginn der Arbeiten an der Reichsautobahn Frankfurt–Heidelberg
    Am südlichen Mainufer nahe Frankfurt am Main beginnt mit ersten Arbeiten an der Strecke Frankfurt–Heidelberg der Bau des Streckennetzes der Reichsautobahnen. Der Festakt, an dem Adolf Hitler (1889–1945) persönlich teilnimmt und in dessen Rahmen er nach einer kurzen Ansprache den ersten Spatenstich vollzieht, steht unter der Losung „Arbeit und Frieden“. Hitler ruft den Autobahnarbeitern ... »Details
  15. Oktober 1933: Korporationshäuser in Marburg werden zu Kameradschaftshäusern
    Die Häuser der Marburger Korporationen werden in sogenannte Kameradschaftshäuser umgewandelt, um die politische, wissenschaftliche und körperliche Erziehung der Studenten mit einem genauen Dienstplan regeln zu können.(OV) ... »Details
  16. 1. Oktober 1933: Erntedanktag und Winterhilfswerk
    Im ganzen Deutschen Reich wird der „deutsche Erntedanktag“ als nationaler Feiertag begangen. Das Fest soll in Zukunft in jedem Jahr Ende September / Anfang Oktober gefeiert werden. Adolf Hitler (1889–1945) bezeichnet auf der Hauptveranstaltung auf dem Bückeberg bei Hameln den Bauern als „Repräsentant der deutschen Lebenskraft und damit auch der deutschen Zukunft“. ... »Details
  17. 1. Oktober 1933: Einführung eines Staatlichen Arbeitsdienstes
    Der bisherige Freiwillige Arbeitsdienst wird in einen staatlichen Arbeitsdienst umgewandelt, dem ab 1. Januar 1934 alle unterliegen werden, die in dem entsprechenden Jahr 19 Jahre alt werden.(OV) ... »Details
  18. 4. Oktober 1933: Suspendierung des letzten jüdischen Rechtsanwalts in Marburg
    Nach einer Mitteilung der „Oberhessischen Zeitung“ ist mit Dr. Ludwig Bachrach (1884–1942) der letzte jüdische Rechtsanwalt in Marburg durch Suspendierung aus dem Amt entfernt worden. Er betrieb seine Kanzlei in der Bahnhofstraße 13.(OV) ... »Details
  19. 29. Oktober 1933: Hitler spricht zur „Reichstagswahl“ in Frankfurt
    Im Rahmen einer Wahlkampf-Reise zur Reichstagswahl am 12. November 1933 spricht Adolf Hitler (1889–1945) am 29. Oktober um 18 Uhr in Frankfurt am Main. In seiner Rede betont er: ... »Details
  20. November 1933: Kontroverse zwischen den Deutschen Christen und der Bekennenden Kirche
    Zwischen den NS-nahen „Deutschen Christen“ und der entstehenden „Bekennenden Kirche“ kommt es zu einer heftigen Kontroverse. Die Vorstände der evangelischen Kirchengemeinden in Marburg betonen in einer öffentlichen Erklärung die unbedingte Geltung der unverkürzten Offenbarung Gottes im Alten und im Neuen Testament.(OV) ... »Details
  21. 6. November 1933: Das Winterhilfswerk verteilt warmes Essen
    Das Winterhilfswerk verteilt (in Marburg beim Roten Kreuz in der Deutschhausstraße) gegen Zahlung von zehn Pfennigen warmes Essen an Bedürftige.(OV) ... »Details
  22. 12. November 1933: Wahlen zum Deutschen Reichstag und Volksabstimmung
    Im Deutschen Reich finden Wahlen zum Reichstag statt. Die Wahlen sind verbunden mit einer Volksabstimmung über den von der Reichsregierung unter Adolf Hitler (1889–1945) am 15. Oktober vollzogenen Austritt des Reiches aus dem Völkerbund. ... »Details
  23. 29. November 1933: Protestkundgebung von Studenten in Marburg gegen Hitler-Kritiker
    Auf dem Marburger Marktplatz veranstalten rund tausend Studenten (etwa ein Viertel der Immatrikulierten) eine Protestveranstaltung gegen den Rechtswissenschaftler Prof. Alfred Manigk (1873–1942). Manigk hatte sich in seiner Vorlesung kritisch zu Adolf Hitler geäußert.  ... »Details
  24. Dezember 1933: Offizielle Zahl der Arbeitslosen in Marburg gesunken
    In Marburg werden im Dezember nur noch 2176 Arbeitslose finanziell unterstützt, am 31. Januar 1933 (zur Machtübernahme Hitlers) waren es noch 5323. Der Rückgang ist vor allem auf Notstandmaßnahmen zurückzuführen sowie darauf, dass arbeitslose Jugendliche in den Freiwilligen Arbeitsdienst und die Landhilfe eingewiesen werden. Der städtische Zuschuss zu den „Wohlfahrtslasten“ macht mit ... »Details
  25. 4. Dezember 1933: Erster authentischer Bericht über ein Konzentrationslager veröffentlicht
    Dem früheren sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Gerhart Seger (1896–1967), der im März 1933 von den Nationalsozialisten in Schutzhaft genommen worden war, gelingt als einem von wenigen die Flucht aus dem Konzentrationslager Oranienburg, wohin man ihn am 14. Juni 1933 gebracht hatte. Im Exil in Prag schreibt er einen „ersten authentischen Bericht“ über ein Konzentrationslager, der ... »Details
  26. 15. Dezember 1933: Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes beseitigt Kommunalverfassung
    Im Dezember 1933 verabschiedet das Preußische Staatsministerium ein Gemeindeverfassungsgesetz, mit dem 15 Gemeindeverfassungsgesetze in Preußen abgeschafft werden. Die bisherigen demokratischen Prinzipien der Kommunalverwaltung werden mit dem Satz beseitigt, dass für aus Wahlen hervorgegangene und beschließende Vertretungskörperschaften „nach Überwindung des Parteienstaates und angesichts ... »Details
  27. 19. Dezember 1933: Eingliederung der evangelischen Jugendverbände in die Hitlerjugend
    Ludwig Müller (1883–1945), seit 27. September Nachfolger des im Juni zurückgetretenen Theologen Friedrich von Bodelschwingh (1877–1946) im Amt des Reichsbischof der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK), führende Kraft in der Bewegung der Deutschen Christen und Vertrauensmann Hitlers für Kirchenfragen, verfügt kraft eines mit Reichsjugendführer Baldur von Schirach (1907–1974) ... »Details