Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 16. Juli 1921: Entdeckung eines Waffendepots in der Frankfurter Wöhlerschule
    Im Heizungskeller der in der Lessingstraße im Frankfurter Stadtteil Westend gelegenen Wöhlerschule werden 500 als Gesteinsproben für das Senckenberg-Museum getarnte einsatzfähige Gewehre entdeckt. ... »Details
  2. 24. Juli 1921: Einweihung des Darmstädter Stadions
    In Darmstadt wird das neue Stadion des Sportvereins SV 1898 am Böllenfalltor eingeweiht.(OV) ... »Details
  3. 20. August 1921: Große Sammlung zugunsten des Frankfurter Goethehauses
    Mit Genehmigung des Kultusministeriums wird an allen Schulen in Preußen eine Sammlung zugunsten des Goethe-Hauses in Frankfurt am Main veranstaltet.(OV) ... »Details
  4. 26. August 1921: Protestdemonstration in Offenbach wegen der Ermordung Erzbergers
    Wegen der Ermordung des Zentrumspolitikers und früheren Reichsfinanzministers Matthias Erzberger (1875–1921) findet Ende August in Offenbach am Main eine Protestdemonstration statt. ... »Details
  5. 27. August 1921: Eröffnung des Katholikentags in Frankfurt
    Im Beisein von päpstlichen Nuntius Eugenio Pacelli (1876–1958), des späteren Papstes Pius XII., wird in Frankfurt am Main der 61. Deutsche Katholikentag eröffnet. Er dauert bis zum 30. August und ist das erste Treffen der deutschen Katholiken nach dem Ersten Weltkrieg. An den Veranstaltungen nimmt auch Reichskanzler Joseph Wirth (1879–1956; Deutsche Zentrumspartei) teil.Vgl. die ... »Details
  6. 9. September 1921: Gründung einer Ortsgruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten in Kassel
    In den Räumen der Sinai-Loge zu Kassel wird unter Beteiligung zahlreicher Mitglieder der jüdischen Gemeinde die Gründung eines Ortsverbandes des Reichsbundes der jüdischen Frontsoldaten (RjF) beschlossen. Die Ortsgruppe bezweckt, ebenso wie die übrigen Zweigstellen des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten Deutschlands den Zusammenschluß der jüdischen Frontsoldaten Deutschlands zur Wahrung ... »Details
  7. 1. Oktober 1921: Main-Kraftwerke beginnen mit Stromlieferungen
    Die im Zuge der Main-Kanalisierung errichteten Main-Kraftwerke Großkrotzenburg, Kesselstadt und Mainkur beginnen mit der Stromlieferung.(OV) ... »Details
  8. 6.-7. Oktober 1921: Deutsch-französisches Abkommen zur Reparationsfrage in Wiesbaden
    Der deutsche Wiederaufbauminister Walther Rathenau (1867–1922) und sein französischer Kollege Louis Loucheur (1872–1931) schließen nach längeren Verhandlungen in Wiesbaden ein Abkommen mit drei Nebenabkommen über die privatwirtschaftliche Sachlieferung aus Deutschland an Kriegsgeschädigte in Frankreich. Die Vereinbarung, die sachlich wenig Erfolg bringt, wird als das „Wiesbadener ... »Details
  9. 6. - 8. Oktober 1921: Unterzeichnung eines Reparationsabkommens in Wiesbaden
    In Wiesbaden wird ein bereits im Sommer ausgehandeltes deutsch-französisches Abkommen zur Regelung von Reparationsfragen unterzeichnet. Die fortan als „Wiesbadener Abkommen“ bekannte vertragliche Vereinbarung hat die Realisierung von Reparationszahlungen und eine Reduzierung der deutschen Kohlelieferungen zum Gegenstand und wurde beginnend mit einem ersten Treffen am 12. und 13. Juni 1921 bei ... »Details
  10. 22. Oktober 1921: Ernennung eines neuen Reichsgesandten für Hessen in Darmstadt
    Der frühere Reichsinnenminister Eduard David (1863–1930; SPD) wird als Nachfolger des Grafen von und zu Lerchenfeld zum Vertreter des Reiches in den südwestdeutschen Ländern mit Sitz in Darmstadt („Gesandter des Reiches in Hessen“ bzw. „Gesandter der Reichsregierung in Darmstadt“) ernannt.0=Hugo Graf von und zu Lerchenfeld auf Köfering und Schönberg (1871–1944) hatte den Posten ... »Details
  11. 25. Oktober 1921: Verabschiedung eines neuen Volksschulgesetzes durch den Darmstädter Landtag
    Der Landtag des Volksstaats Hessen in Darmstadt verabschiedet nach mehrjähriger Vorbereitung ein neues Volksschulgesetz, das den Weg zu einer demokratischen Neuordnung des Schulwesens freigibt. ... »Details
  12. 26. November 1921: Sehr niedriger Wasserstand des Rheins
    Der Wasserstand des Rheins ist über längere Zeit stetig gesunken, sodass die Schifffahrt weitgehend eingestellt werden muss. Beim Pegel Kaub sinkt der Wasserstand auf 91 Zentimeter. Am 3. Dezember kommt die Rheinschifffahrt wegen des anhaltenden Frostes gänzlich zum Erliegen. Der Pegel zeigt nur noch 69 Zentimeter.(OV) ... »Details
  13. 27. November 1921: Rechtsruck bei Wahlen zum Hessischen Landtag
    Die Neuwahl des Hessischen Landtags bringt einen Rechtsruck. Dennoch behält die Regierungskoalition aus SPD, Demokraten und Zentrum eine sichere Mehrheit. ... »Details
  14. 29. November 1921: Staatsvertrag zum Anschluss des waldeckischen Pyrmont an Preußen
    In Arolsen unterzeichnen die Vertreter Preußens und des Freistaats Waldeck einen Staatsvertrag über die Eingliederung des bisherigen waldeckischen Landesteils Pyrmont in den Freistaat Preußen (Provinz Hannover). Sie folgen damit dem Ergebnis einer Volksabstimmung, in der eine große Mehrheit (80 %) in Pyrmont für den Anschluss an Preußen votiert hatte. ... »Details
  15. 1. Dezember 1921: Eröffnung des Neuen Operetten-Theaters in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird das Neue Operetten-Theater eröffnet, das 1.500 Zuschauern Platz bietet.(OV) ... »Details
  16. 12. Dezember 1921: Konferenz der deutschen Wirtschaftsminister in Darmstadt
    Die Wirtschaftsminister des Reichs und der Länder treffen sich zu einer Konferenz in Darmstadt.(OV) ... »Details
  17. 15. Dezember 1921: Eröffnung des Hessischen Landtags und Rücktritt der Regierung
    Der Hessische Landtag wird eröffnet. Auf der Sitzung erklärt die Regierung des Volksstaats ihren Rücktritt.Siehe 20. Dezember 1921.(OV) ... »Details
  18. 20. Dezember 1921: Regierungsbildung im Volksstaat Hessen
    Der Landtag des Volksstaates Hessen wählt, nach seiner Eröffnung am 15. Dezember mit den 38 Stimmen der SPD, des Zentrums und der DDP (27 Stimmzettel waren unbeschrieben), den bisherigen Staatspräsidenten Carl Ulrich (1853–1933; SPD) erneut in sein Amt. Er bestätigt zugleich die von Ulrich vorgeschlagene Liste der Minister: ... »Details
  19. 31. Dezember 1921: Zeitung spricht zum Jahresende 1921 von Verelendung des Volkes
    Zum Ende des krisenhaften Jahres 1921 stellt die „Offenbacher Zeitung“ fest: Die Verelendung des Volkes ist furchtbar.(OV) ... »Details
  20. 1. Januar 1922: 200-jähriges Bestehen der Frankfurter Nachrichten
    Die „Frankfurter Nachrichten“, eine regionale Tageszeitung für Frankfurt am Main und Umgebung, kann ihr 200-jähriges Bestehen feiern.(OV) ... »Details
  21. Anfang August 1922: Starke Teuerung in der Lebenshaltung
    Das Statistische Reichsamt gibt bekannt, daß im Juli die Teuerung gegenüber dem Vormonat um 41,6 % gestiegen ist. ... »Details
  22. 2. Januar 1922: Verlängerung der Weihnachtsferien wegen einer Grippewelle
    In Deutschland erkranken Ende Dezember zahlreiche Menschen an der Grippe (Influenza). In Offenbach am Main werden alleine in drei Tagen 1.750 Neuerkrankungen gemeldet. Die Grippewelle zwingt die Behörden Anfang Januar dazu, die Weihnachtsferien an den hessischen Schulen zu verlängern. Bei der Grippewelle handelt es sich möglicherweise um eine Nachepidemie der sogenannten Spanischen Grippe, die ... »Details
  23. 12. Januar 1922: Gehaltserhöhung für Staatsbedienstete wegen Teuerung
    Wegen der zunehmenden Teuerung erhöht die deutsche Regierung die Bezüge für Beamte und Arbeiter in den Staatsbetrieben. Nach der heute getroffenen Vereinbarungen erhalten Handwerker und Arbeiter der Reichs- und Staatsbetriebe rückwirkend ab 1. Januar 1922 eine Stundenlohnerhöhung von 75 Pfennig. Nach Angaben des Statistischen Reichsamts hat sich die Verteuerung der Lebenshaltung vom November ... »Details
  24. 29. Januar 1922: Proteste gegen die Willkür der französischen Besatzung im Rheinland
    Vertreter aller Parteien aus dem Rheinland protestieren in einer großen Versammlung in Berlin „gegen die Willkür der fremden Verwaltung, insbesondere gegen die Verwendung farbiger Truppen“ (Schulthess).(OV) ... »Details
  25. Februar 1922: Gründung der NSDAP in Kassel
    Im Februar 1922 gründet der Kaufmann Martin Eckhardt die erste NSDAP-Gruppe in Kassel, im Winter 1922/23 entsteht eine kleine Abteilung der SA in der Stärke von etwa zwölf bis 14 Mann. Die NSDAP-Gruppe besteht aus insgesamt etwa 20 Mitgliedern.(OV) ... »Details
  26. Februar 1922: Versorgungsengpässe durch einen Streik der Eisenbahner
    In der Folge eines Streiks der Eisenbahner treten im Februar erhebliche Versorgungsschwierigkeiten mit Fleisch und Kartoffeln auf. Auch der Transport der Milch in die Städte ist nur mit großen Problemen möglich.(OV) ... »Details
  27. 24.-26. Februar 1922: Tagung der 2. Internationale und der Sozialistischen Parteien in Frankfurt
    In Frankfurt am Main treffen sich die Führer der Zweiten Internationale und der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Sozialistischer Parteien (IASP; auch: „Wiener“ bzw. „Zweieinhalbte“ Internationale) auf einer gemeinsamen Konferenz. Dabei spricht man über die Vorbereitung einer gemeinsamen Beratung der drei Internationalen und die gegenwärtige Politische Situation. „Zur Verhinderung ... »Details
  28. 27. Februar 1922: Werbung für Wiederaufbau des Goethehauses in Frankfurt
    Im Völkerkundemuseum in Frankfurt am Main beginnt die zur Werbung für den Wiederaufbau des Goethehauses veranstaltete Goethe-Woche. An der Veranstaltung nehmen auch Reichspräsident Friedrich Ebert (1871–1925; SPD) und der preußische Kultusminister Otto Boelitz (1876–1951; DVP) teil.(OV) ... »Details
  29. 4. März 1922: Scheitern eines rechtsradikalen Fememord-Versuchs in Bad Nauheim
    Im Kurpark von Bad Nauheim scheitert ein Fememord-Versuch von Angehörigen der rechtsradikalen Organisation „Consul“ (O.C.) gegen das frühere Mitglied Erwin Wagner. Wagner, der bei der Ende Januar geglückten Befreiung des wegen der Versenkung eines englischen Lazarettschiffs als Kriegsverbrecher verurteilten Oberleutnant Ludwig Dithmar aus der Strafanstalt Naumburg/Saale durch die O.C. den ... »Details
  30. 6. März 1922: Eröffnung des 56. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Wiesbaden
    Im Landeshaus in Wiesbaden wird um 18 Uhr der 56. Kommunallandtag des Regierungsbezirks durch eine Ansprache des stellvertretenden Landtagskommissars, dem Regierungspräsidenten Dr. Wilhelm Momm (1865–1935) eröffnet. In seiner Rede führt Momm aus:  ... »Details
  31. Frühjahr 1922: Erbitterte Auseinandersetzungen bei Streiks der Metallarbeiter
    Im Frühjahr streiken im Rhein-Main-Gebiet und in anderen Regionen die Metallarbeiter.Es kommt dabei zu langwierigen Auseinandersetzungen, in denen die Arbeitgeber auch zum Mittel der Aussperrung greifen. Erst nach rund 13 Wochen gelingt es den Kontrahenten, den Arbeitskampf durch eine Vereinbarung zu beenden.(OV) ... »Details
  32. 26. März 1922: Fußball-Länderspiel Deutschland - Schweiz in Frankfurt
    Im ersten Länderspiel des Jahres trifft die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Frankfurter Riederwaldstadion auf die Schweiz. Unter der Leitung des niederländischen Schiedsrichters Boas trennen sich die beiden Mannschaften 2:2 Unentschieden. Die deutschen Tore erzielen Andreas Franz (1897–1970) und Mannschaftskapitän Leonhard Seiderer (1895–1940), die beide für die Spielvereinigung ... »Details
  33. 1. April 1922: Waldeckischer Landesteil Pyrmont wird preußisch
    Die durch eine Volksabstimmung vorbereitete Angliederung des waldeckischen Landesteils Pyrmont an den preußischen Kreis Hameln erhält Rechtskraft. Nachdem die Parlamente im Freistaat Waldeck und in Preußen dem am 20. November 1921 geschlossenen Staatsvertrag über den Anschluss Pyrmonts zugestimmt haben, ist der Übergang der Staatsgewalt an Preußen zum 1. April 1922 durch ein Reichsgesetz vom ... »Details
  34. 2.-8. April 1922: Frankfurter Frühjahrsmesse 1922
    In Frankfurt am Main findet vom 2. bis zum 8. April die Frühjahrsmesse 1922 statt.(OV) ... »Details
  35. 22. April 1922: Theaterskandal bei der Uraufführung des Bronnen-Stücks „Vatermord“ in Frankfurt
    Die Uraufführung des expressionistischen Schauspiels „Vatermord“ aus der Feder des österreichischen Schriftstellers und Regisseurs Arnolt Bronnen (1895–1959) am Schauspielhaus in Frankfurt am Main wird ein spektakulärer Misserfolg. Die Aufführung des Einakters unter der Regie von Wolfgang Harnisch macht als Theaterskandal anschließend reichsweit Schlagzeilen und lässt den jungen Autor ... »Details
  36. 6. Mai 1922: Hochschulkonferenz der Länder in Bensheim fordert Begabtenprüfung als Zugang zum Hochschulstudium
    Die Hochschulkonferenz der deutschen Länder befürwortet bei einem Treffen in Bensheim, dass die Hochschulzulassung unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Reifeprüfung möglich ist. Dazu fordert die Konferenz die Einführung einer Begabtenprüfung für sogenannte Immature, also Studieninteressenten ohne Hochschulzugangsberechtigung (Reifeprüfung; Abitur). Die Begabtenprüfung soll es ... »Details
  37. 8. Mai 1922: Tod Otto Ubbelohdes in Goßfelden
    Der Maler, Radierer und Illustrator Otto Ubbelohde (1867–1922) stirbt in Goßfelden bei Marburg. Der erwerbsmäßig vor allem als Zeichner von Buchillustrationen, Kalenderbildern, Postkarten und Exlibris in Erscheinung tretende Ubbelohde erlangte weltweite Bekanntheit durch Illustrationen, die er zu einer 1909 im Leipziger Turm-Verlag erschienenen Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Brüder ... »Details
  38. 9. Mai 1922: Eröffnung des 50. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    Im Ständehaus in Kassel wird der 50. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Kassel mit einer Ansprache von Oberpräsidialrat Dr. Albert Dyes (1859–1938)0=Siehe Wikipedia: Albert Dyes (eingesehen am 9.5.2020)., der den erkrankten Oberpräsidenten Rudolf Schwander vertritt, eröffnet: ... »Details
  39. 13. Mai 1922: Deutsche Erstaufführung einer Bartok-Oper in Frankfurt
    Die am 24. Mai 1918 in Budapest uraufgeführte Oper „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók (1881–1945) erlebt in der Oper in Frankfurt am Main gemeinsam mit dem ebenfalls von Bartók komponierten Tanzspiel „Der holzgeschnitzte Prinz“ ihre deutsche Erstaufführung.(OV) ... »Details
  40. 21. Mai 1922: Landtagswahlen im Freistaat Waldeck
    Die Landtagswahlen in Waldeck zeigen veränderte politische Kräfteverhältnisse, nachdem der Landesteil Pyrmont aus dem Freistaat ausgeschieden ist und nur die Bewohner des Landesteils Waldeck zur Wahl gehen. Dabei erhalten die gemäßigten und linken Parteien SPD und DDP mit der neu hinzugekommenen USPD nur noch 40,9 % der Stimmen, was nur zu fünf von 15 Sitzen in der Landesvertretung reicht. ... »Details
  41. 26. Mai 1922: Proteste bei Uraufführung einer Hindemith-Oper in Frankfurt
    Bei der ersten Gesamtaufführung von drei einander inhaltlich ergänzenden Einaktern des deutschen Komponisten Paul Hindemith (1895–1963) kommt es in Frankfurt am Main zu Proteststürmen. Der Dirigent Fritz Busch (1890–1951) hatte aus moralisch-religiösen Gründen seine Mitwirkung an der abgelehnt. Besonders die von Hindemith Anfang 1921 als Abschluss Kurzoper „Santa Susanna“ im ... »Details
  42. 26. Mai 1922: Gründung einer NSDAP-Ortsgruppe in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird eine NSDAP-Ortsgruppe gegründet. Gründungsmitglieder strömen dem ersten hessischen Regionalverband der Nazipartei am Anfang vor allem aus der Frankfurter Ortsgruppe des Deutschen Kampfbunds zur Brechung der Zinsknechtschaft zu, deren Leiter Paul Kamke gleichzeitig dem Vorstand des Deutsch-Völkischen Schutz- und Trutzbundes (DSTB) angehört, aus dem sich weitere erste ... »Details
  43. 1. Juni 1922: Inkrafttreten der neuen Verfassung der Evangelischen Landeskirche in Hessen-Darmstadt
    Die neue, nach volkskirchlichen Prinzipien gestaltete Verfassung der „Evangelischen Landeskirche in Hessen-Darmstadt“ tritt in Kraft. Das bereits am 25. März beschlossene Rechtsdokument legt unter anderem die personale Gestaltung des Landeskirchentages fest, der sich künftig aus 18 geistlichen und 36 weltlichen Mitgliedern sowie aus sechs von der Kirchenregierung berufenen Abgeordneten ... »Details
  44. 4. Juni 1922: Blausäure-Attentat auf den Kasseler Oberbürgermeister Philipp Scheidemann
    Der sozialdemokratische Oberbürgermeister von Kassel und ehemalige Reichsministerpräsident Philipp Scheidemann (1865–1939) entgeht in Kassel (Stadtteil Wilhelmshöhe) leicht verletzt einem Blausäure-Attentat von Angehörigen der rechtsradikalen Terrorgruppe „Organisation Consul“. Die Attentäter werden später zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. ... »Details
  45. 5. Juni 1922: Uraufführung des Stücks „Stürme“ von Fritz von Unruh am Landestheater in Darmstadt
    Am Hessischen Landestheater in Darmstadt wird das Stück „Stürme“ des deutschen Schriftstellers Fritz von Unruh (1885–1970) uraufgeführt. „Stürme“ entstand bereits in den Jahren 1913/1914. In dem Stück löst sich der Protagonist Prinz Friedrich von allen Bindungen und verlässt seine Frau Helene zugunsten von Iris, der Geliebten seines Freundes, des Grafen Stefan, in der er die ... »Details
  46. 8. Juni 1922: Kriegsgerichtsurteile gegen deutsche Offiziere in Wiesbaden
    Vom Kriegsgericht der (französischen) Rheinarmee in Mainz werden 17 ehemalige deutsche Offiziere in Wiesbaden zu Gefängnis und zu Geldstrafen verurteilt. Ihnen wird vorgeworfen, den Deutschen Offiziersbund anzugehören. Die deutsche Presse verurteilt diese Urteilsspruch einmütig.(OV) ... »Details
  47. 24. Juni 1922: Reaktionen in Darmstadt auf das Attentat auf Außenminister Rathenau in Berlin
    Das tödliche Attentat auf Außenminister Walther Rathenau (1867–1922) durch zwei rechtsradikale Täter in Berlin löst im Reich in demokratisch und republikanisch gesinnten Kreisen Entsetzen und Empörung aus. In Darmstadt versammelt sich, wie in anderen Städten, eine empörte Menge, die gegen die Anführer rechter, nationalistischer Parteien vorgehen will. Demonstranten zertrümmern in der ... »Details
  48. 26. Juni 1922: Veranstaltung des Jungdeutschen Ordens in Offenbach
    In Offenbach am Main veranstalten die Mitglieder des Jungdeutschen Ordens einen Marsch vom Friedrichsweiher zum Gravenbruch, wo sie eine Sonnwendfeier und eine Bannerweihe abhalten.(OV) ... »Details
  49. 28. Juni 1922: Protestkundgebungen gegen die Ermordung Walter Rathenaus
    In Offenbach am Main organisiert die Arbeiterschaft am 28. Juni 1922 eine Protestversammlung auf dem Wilhelmsplatz gegen die Ermordung von Reichsaußenminister Walter Rathenau (1867–1922). Bei dem Demonstrationszug nach der Kundgebung kommt es vor dem Offenbacher Amtsgericht zu Ausschreitungen. Die Deutsche Demokratische Partei und die Zentrumspartei in Offenbach halten ihre Protestveranstaltung ... »Details
  50. 28. Juni 1922: Versammlungs- und Zeitungsverbot für Frankfurt Nationalsozialisten
    Zwei Tage nach dem Mord an Reichsaußenminister Walther Rathenau (1867–1922) wird vom Frankfurter Polizeipräsidenten ein Versammlungs- und Zeitungsverbot gegen die Nationalsozialisten verhängt. Die Frankfurter Ortsgruppe der NSDAP besteht jedoch weiterhin.(KR) ... »Details