Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 14. Dezember 1949: CDU-Kreisverbände wünschen Auflösung der Wiesbadener Regierungskoalition mit der SPD
    Nach einer dpa-Meldung vom 14. Dezember 1949 haben die nordhessischen und mittelhessischen Kreisverbände der CDU in einem Schreiben an den Landesvorsitzenden und die Landtagsfraktion den Wunsch geäußert, die bestehende Regierungskoalition mit der SPD aufzulösen. Die Pressemeldung wird kurz darauf als teilweise falsch zurückgewiesen0=Neitzke, Die CDU Hessen 1950–1967, S. 30. und der genaue ... »Details
  2. 15. Dezember 1949: Wiedereröffnung der Autobahnbrücke über das Lahntal bei Limburg
    Die amerikanische Landeskommission für Hessen teilt am 9. Dezember mit, dass die Autobahnbrücke auf der Strecke Frankfurt am Main–Köln über das Lahntal bei Limburg, die zur Zeit größte Autobahnbrücke in Hessen, am 15. Dezember vom hessischen Ministerpräsidenten Christian Stock (1884–1967; SPD) wieder eröffnet wird. Sie war in den letzten Kriegstagen durch Soldaten vor den anrückenden ... »Details
  3. 18. Dezember 1949: Staatsgerichtshof lehnt Gutachten zum Fall Lewin in Offenbach ab
    Der Hessische Staatsgerichtshof erklärt, dass er zum Fall des Offenbacher Chefarztes Dr. Herbert Lewin (1899–1982) kein Gutachten abgeben werde, da er nicht berufen sei, in die Tätigkeit der Spruchkammer einzugreifen, auch nicht durch die Erstattung von Gutachten. Der Staatsgerichtshof war von der Spruchkammer I in Frankfurt am Main um eine Entscheidung gebeten worden, ob sieben Mitglieder des ... »Details
  4. 18. Dezember 1949: Finanzminister Hilpert kritisiert Vorfälle bei der VVN-Demonstration vor dem Landtag
    In Königstein kritisiert der hessische Finanzminister Werner Hilpert (1897–1957; CDU) die Vorfälle bei der Demonstration der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes am 14. Dezember vor dem Hessischen Landtag in Wiesbaden. Das Parlament, so betont er, dürfe „nicht durch die Straße terrorisiert werden“. Man werde durch geeignete Maßnahmen dafür sorgen, dass in Zukunft nur nach ... »Details
  5. 19. Dezember 1949: Deutsche Wählergesellschaft drängt auf Ausführungsbestimmungen zum Volksbegehren
    Die Deutsche Wählergesellschaft erneuert ihre Forderungen an den Hessischen Landtag, endlich ein Ausführungsgesetz über das Verfahren des in der Hessischen Verfassung vorgesehenen Volksbegehrens zu verabschieden. Landtagspräsident Otto Witte (1884–1963; SPD) hat der Wählergesellschaft mitgeteilt, er habe ihre Forderung an den Hauptausschuss des Landtags überwiesen. Der Hauptausschuss habe ... »Details
  6. 27. Dezember 1949: Bildung von Zentralspruchkammern in Frankfurt und Kassel
    Zum 1. Januar 1950 werden in Frankfurt am Main eine Zentralspruchkammer und eine Zentralberufungskammer eingerichtet, die für die Regierungsbezirke Wiesbaden und Darmstadt zuständig ist. Entsprechende Einrichtungen für den Regierungsbezirk Kassel werden in Kassel gebildet. Die zentralen Kammern lösen die Spruch- und Berufungskammern in Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Fulda, Gießen und Kassel ... »Details
  7. 1950: Gesellschaftliche Initiative zur Rückgliederung des Dorfes Asbach nach Hessen
    Nach den Erinnerungen einer Zeitzeugin, die bis Anfang der 1950er Jahre in Asbach lebt, legt der Dorfpfarrer im Ort im Jahr 1950 nach einem Gottesdienst eine Unterschriftenliste aus, in der sich die Unterzeichnenden für die Rückgliederung des Dorfes nach Hessen beziehungsweise nach Bad Sooden-Allendorf (Kreis Witzenhausen) aussprachen.Asbach war als Folge des zwischen der amerikanischen und der ... »Details
  8. 1950: Erste Interzonen-Fußballspiele in Kassel und Erfurt ausgetragen
    Zwischen den Städten Kassel und Erfurt werden 1950 die ersten Interzonen-Fußballspiele im Erfurter Dimitroff-Stadion und dem Kasseler Hessenstadion ausgetragen. Der offizielle Empfang der Spieler und die Übergabe der Gastgeschenke erfolgt durch die jeweiligen Oberbürgermeister Georg Book (Erfurt) und Willi Seidel (Kassel).2=Vgl. Chronik der Stadt Erfurt, Stand: 8.9.2014; Chronik der Stadt ... »Details
  9. 1950: Gründung der Fachschule für Reit- und Fahrausbildung in Dillenburg
    Die Fachschule für Reit- und Fahrausbildung wird im Jahr 1950 unter dem Leiter des Gestüts Landstallmeister Claus Dencker (1901–1962) gegründet.0=Vgl. Daniels, Zur Geschichte des Hessischen Landgestüts Dillenburg, S. 146 sowie Webpräsenz des Landesgestüts Hessen. Mit Anschluss an das seit 1929 bestehende Landesgestüt, entwickele sich die Fachschule aus der ebendort abgehaltenen ... »Details
  10. 1950-1967: Bestandsentwicklung der Krafträder und Personenkraftwagen in Hessen
    Nachdem die ersten Nachkriegsjahre von einer stürmischen Zunahme des Bestandes an Krafträdern und -rollern geprägt wurden, während zugleich Personenkraftwagen und andere Fahrzeuge deutlich langsamere Bestandszuwächse verzeichneten, deutet sich um Mitte der 1950er Jahre ein Wandel an: 1954 schwächt sich die Zuwachsrate der motorgetriebenen Zweiräder deutlich ab. 1956 setzt bei den ... »Details
  11. 1. Januar 1950: Vorübergehende Einführung des Schulgeldes zur Verringerung des Haushaltsdefizit
    Auf Beschluss des Haushaltsausschusses des Hessischen Landtags wird zum 1. Januar 1950 bis vorläufig zum 31. März das Schulgeld wieder eingeführt, um das Defizit des Landeshaushalts 1949 zu verringern. Nach Schätzung des Finanzministers Werner Hilpert (1897–1957; CDU) werden aus dem Schulgeld Einnahmen von etwa 800.000 DM erwartet. Auf Vorschlag der SPD wird das Schulgeld nur von Eltern mit ... »Details
  12. 2. Januar 1950: Vorsitzender der Nationaldemokratischen Partei distanziert sich von der SRP
    Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung distanziert sich der Landesvorsitzende der Nationaldemokratischen Partei (NDP) in Hessen, Dr. Heinrich Leuchtgens (1876–1959) in einer Erklärung in Wiesbaden von den Mitgliedern seiner Partei, die sich zu dem neonazistischen Flügel und ihrem Sprecher Karl-Heinz Priester (1913–1961) bekannt hätten. Diese Mitglieder, die nicht ganz ein ... »Details
  13. 7. Januar 1950: Ministerpräsident Stock kündigt Gesetzentwurf zum Volksbegehren an
    Nachdem die Deutsche Wählergesellschaft den Hessischen Landtag und die Landesregierung aufgefordert hat, das in der Hessischen Verfassung verankerte Volksbegehren gesetzlich zu regeln (siehe 19. Dezember 1949) teilt Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) in Frankfurt am Main mit, dass nach dreijähriger Arbeit ein Gesetzentwurf zum Verfahren des Volksbegehrens in Hessen in Kürze ... »Details
  14. 7. Januar 1950: Hessische Sparkassen mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden
    Die hessischen Sparkassen sind nach einer Mitteilung des Hessischen Sparkassen- und Giroverbands mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres „nicht unzufrieden“. Die Spareinlagen seien bis Ende November um 24,6 Millionen DM gestiegen, im ganzen Jahr 1949 betrage die Steigerung mit den Zinsgutschriften 30 Millionen DM, was einem Wachstum gegenüber dem Bestand am Jahresanfang 1949 von 18 Prozent ... »Details
  15. 9. Januar 1950: Reger Besuch des Amerikahauses in Eschwege
    Im Amerikahaus in Eschwege wird der 17.000. Besucher seit der Eröffnung im August 1949 gezählt.(OV) ... »Details
  16. 12. Januar 1950: Rechtsstreit um die Erhöhung der Kirchensteuer in Hessen
    Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ meldet, dass der hessische Landesanwalt Dr. Adolf Arndt (1904–1974) seinen Einspruch beim Hessischen Staatsgerichtshof gegen die Erhöhung der Kirchensteuer zurückgezogen hat, nachdem das Hessische Kultusministerium die Erhöhung mit der „begründete[n] Bitte der kirchlichen Stellen in Hessen“ erklärt hatte.(OV) ... »Details
  17. 12. Januar 1950: Erfolglose Klage gegen Namenführung durch Splittergruppe der NDP
    Das Amtsgericht Wiesbaden weist eine Klage des Landesvorstands der Nationaldemokratischen Partei in Hessen ab, die darauf zielte, der von der Partei abgesplitterten NDP-Gruppe Wiesbaden unter der Führung des neonazistischen Politikers Karl-Heinz Priester (1912–1960) die Führung des Namens NDP zu verbieten. Neben den kommissarischen Vorsitzenden Bock und Pollach ist im Verfahren auch der ... »Details
  18. 17. Januar 1950: Empfang des amerikanischen Landeskommissars für die Hessische Landesregierung
    In Wiesbaden gibt der amerikanische Landeskommissar für Hessen, James R. Newman (1902–1964) am Abend einen Empfang für das hessische Kabinett unter Führung von Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967). Auch der amerikanische Hochkommissar in Deutschland, John Jay McCloy (1895–1989), nimmt an dem Empfang teil. Das Landeskommissariat bezeichnet die Einladung als rein private Antwort ... »Details
  19. 19. Januar 1950: Auftrittsverbot für Vorsitzenden der Vaterländischen Union in Hessen
    Das Hessische Innenministerium weist die Polizeibehörden in Hessen an, dem Gründer und Vorsitzenden der rechtsradikalen Vaterländischen Union, dem neofaschistische Karl Feitenhansl (1922–2004) (München) den Auftritt in politischen Versammlungen in Hessen, insbesondere als Redner oder Versammlungsleiter, zu verbieten, nachdem die Hauptspruchkammer München am 9. Januar gegen Feitenhansl ein ... »Details
  20. 19. Januar 1950: Kabinett beschließt Gleichstellung von Lehrerinnen und Lehrern in Hessen
    Das hessische Kabinett unter Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) stimmt einer Vorlage von Kultusminister Dr. Erwin Stein (1903–1992; CDU) zu, die eine Gleichstellung der weiblichen Lehrkräfte mit ihren männlichen Kollegen vorsieht. Lehrerinnen hatten bisher gegenüber Lehrern ein zehn Prozent geringeres Gehalt bezogen, weil sie mit weniger Unterrichtsstunden eingesetzt ... »Details