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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 28. August 1941: Der Schriftsteller Wilhelm Schäfer erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt
Der deutsche Erzähler, Dramatiker und Redakteur Wilhelm Schäfer (1868–1952) erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Schäfer, der besonders aufgrund des Erfolgs seines 1922 erschienenen Werks „Dreizehn Bücher der deutschen Seele“ (DNB) als einer der populärsten völkisch-nationalen Autoren der Weimarer Republik und der NS-Zeit gilt0=Vgl. dazu Sabine Brenner, „Das Rheinland ... »Details - 30. August 1941: Erster Bombenangriff auf Frankfurt
101 britische Flugzeuge greifen in der Nacht zum 30. August Frankfurt am Main an und werfen 91 Tonnen Sprengbomben auf die Stadt ab. Das Oberkommando der Wehrmacht berichtet, der Angriff sei nur von „geringer Wirkung“ gewesen.(OV) ... »Details - 1. September 1941: Bericht über die Schwierigkeiten bei der Gewinnung von „Fremdarbeitern“
Der SS-Sicherheitsdienst berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich, im Kreis Erbach im Odenwald sei der Einsatz italienischer Arbeitskräfte in der heimischen Industrie, vor allem in der Textilindustrie vorgesehen gewesen. Die Firmen seien darum verpflichtet worden, sofort neue Unterkunftsmöglichkeiten zu schaffen, damit die Italiener beim Eintreffen gut untergebracht werden könnten. ... »Details - 3. September 1941: Britischer Luftangriff auf das Rhein-Main-Gebiet und Frankfurt
Bomber der Royal Air Force greifen in der Nacht vom 2. auf den 3. September das Rhein-Main-Gebiet und insbesondere die Stadt Frankfurt am Main an. Insgesamt befiehlt das britische Bomber Command in dieser Nacht den Start von 137 Flugzeugen, die nicht nur im Raum Frankfurt sondern auch über Berlin und vor Kopenhagen über dem Öresund (zu sogenannten gardening operations, das heißt dem Abwurf von ... »Details - 6. September 1941: Gauausstellung für Bildende Künste in Frankfurt
Auf der jährlichen „Gauausstellung für bildende Künste“ in den Räumen des Städelschen Kunstinstitutes in Frankfurt am Main verleiht Reichsstatthalter Jakob Sprenger (1884–1945) die Kulturpreise der Städte Darmstadt, Frankfurt am Main, Gießen, Hanau, Limburg, Offenbach und Wiesbaden. (OV/KU) ... »Details - 8. - 9. September 1941: Bombenangriff auf Kassel und Zerstörung der Landesbibliothek im Fridericianum
Nach fast elfmonatiger Unterbrechung1=Der letzte vorhergehende Luftangriff traf die Stadt Kassel in der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober 1940. Dabei richteten fünf abgeworfene Sprengbomben nur kleiner Schäden an. greifen britische Bomber wieder Industrieanlagen und Wohngebiete in Kassel an. Etwa 60 bis 70 Maschinen attackieren von 23:32 bis etwa 3:00 Uhr die Innenstadt in drei Wellen und werfen ... »Details - 11. September 1941: Bombenabwurf auf Wehrda bei Marburg
Bei einem Bombenangriff auf den Wehrdaer Weg zwischen Marburg und dem nördlich angrenzenden Ort Wehrda an der Lahn beschädigt eine Bombe die Gastwirtschaft „Lahnlust“.(OV) ... »Details - 13. September 1941: Bislang schwerster Luftangriff auf Frankfurt
In der Nacht vom 12. auf den 13. September sind die Städte Mannheim, Mainz und Frankfurt am Main Ziele britischer Bomberverbände. ... »Details - 19. September 1941: Juden zum Tragen des Judensterns verpflichtet
Mit Inkrafttreten der „Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden vom 1. September 1941“ sind alle Juden mit Vollendung des sechsten Lebensjahres gezwungen, einen handtellergroßen, schwarz ausgezogenen Sechsstern aus gelbem Stoff mit der schwarzen Aufschrift „Jude“ [...] sichtbar auf der linken Brustseite des Kleidungsstücks fest aufgenäht zu tragen.1=Paragraph 1, Abs. 2 der ... »Details - 19. Oktober 1941: Deportation von etwa 1.125 Juden von Frankfurt nach Litzmannstadt (Lodz)
Mit dem Sonderzug „Da 6“ werden etwa 1.125 Juden von Frankfurt am Main nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Die örtliche Staatspolizeistelle in Frankfurt hat für diese erste Deportation eine Namensliste von etwa 1.200 Personen vorbereitet, die vorwiegend im Frankfurter Westend wohnen. Mehr als 1.125 der in der Liste aufgeführten Menschen werden am Sonntag, dem 19. Oktober 1941, von eigens ... »Details - 20. Oktober 1941: Meldungen über Verhalten und Arbeitsmoral ausländischer Arbeiter im Reich
Der Sicherheitsdienst der SS fasst in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich Nachrichten aus verschiedenen Städten zum Verhalten und zur Arbeitsmoral ausländischer Arbeiter zusammen. Aus den Berichten gehe hervor, dass im Verhalten der Ausländer eine zunehmende Verschlechterung eingetreten sei. Das treffe in unterschiedlichem Maße auf alle Ausländer zu, jedoch werde besonders über ... »Details - 23. Oktober 1941: Letzte Auswanderungsmöglichkeit für Juden beseitigt
Auf Veranlassung Heinrich Himmlers (1900–1945) verhängt das Reichssicherheitshauptamt per Runderlass ein Auswanderungsverbot für die noch im Machtbereich des NS-Staates (Deutsches Reich und besetzte Gebiete) verbliebenen Juden. So heißt es zum Beispiel in der unter der Überschrift „Betrifft: Auswanderung von Juden Geheim!“ an den Beauftragten des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD ... »Details - 23. Oktober 1941: Verkauf von „Schewena-Kreuzen“ als Schutz bei Bombenangriffen
Der SS-Sicherheitsdienst gibt in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich eine Nachricht aus Frankfurt am Main wieder, wonach zur Zeit Tausende von sogenannten „Schewena-Kreuzen“ unter den Katholiken Westdeutschlands, besonders in Frankfurt selbst, für fünf Pfennig das Stück vertrieben werden. Das Kreuz, das durch eine angebliche Berührung mit Holz vom Kreuze Christi „geweiht“ sei, soll ... »Details - 24. - 25. Oktober 1941: Nur begrenzte Schäden bei erneutem Luftangriff auf Kassel
Bei einem weiteren Luftangriff auf Kassel wird der nordwestliche Stadtteil Harleshausen und seine Umgebung getroffen. An mehreren Häuser am Jungfernkopf, an einem Bahnübergang und an Teilen des sogenannten Gleisdreiecks zwischen Rothenditmold, Harleshausen und Kirchditmold entstehen überschaubare Schäden. Der von 22:37 bis 0:21 Uhr dauernde Angriff ist die erste Operation der britischen ... »Details - 11.-12. November 1941: Deportation von etwa 1052 Juden von Frankfurt nach Minsk
Mit einem zweiten von Frankfurt ausgehenden Transport werden 1052 Juden nach Minsk deportiert. Der vom Reichssicherheitshauptamt (RSHA) ursprünglich für den 3. November vorgesehene Transport 'Da 53' hatte sich wahrscheinlich aufgrund eines Einspruchs von Industriebetrieben wegen ihrer jüdischen Zwangsarbeiter verzögert. Unter den Personen, die, wie beim ersten Transport, in der Frankfurter ... »Details - 22. November 1941: Deportation von etwa 992 Juden aus Frankfurt nach Kowno
Mit einem vom Reichssicherheitshauptamt bestellten Sonderzug mit der Zugnummer Da 28 werden etwa 992 Menschen vom Ostbahnhof Frankfurt am Main „nach Riga“ deportiert. Wie bei den beiden vorigen Deportationsaktionen werden die Menschen, vorwiegend Familien mit Kindern (darunter 59 Kinder bis zu zehn Jahren) und einige alte Menschen in der Frankfurter Großmarkthalle an der Hanauer Landstraße ... »Details - 9. Dezember 1941: Deportation von 1.034 Juden von Kassel nach Riga
Mit dem „Gesellschafts-Sonderzug, Reichssicherheitshauptamt“ mit der Zugnummer „Da 36“ werden 1.034 Menschen vom Kasseler Hauptbahnhof nach Riga deportiert. Von ihnen kamen 475 aus Kassel, 135 aus Fulda und 43 aus Marburg. Aus den Landkreisen im Regierungsbezirk Kassel kamen: aus dem Kreis Eschwege 103, dem Kreis Fulda 23, dem Kreis Frankenberg 31, dem Kreis Fritzlar-Homberg 21, dem Kreis ... »Details - 14. Dezember 1941: Gauleiter Sprenger mahnt zur Opferbereitschaft
Der Reichsstatthalter und amtierende Regierungschef des Volksstaates Hessen Jakob Sprenger (1884–1945) mahnt in Usingen zur Opferbereitschaft im „Kampf um Sein oder Nichtsein“.(OV) ... »Details
