Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 28. August 1939: Rationierung von Lebensmitteln und Benzin
    Als Mobilmachungsmaßnahme wird die Rationierung von Lebensmitteln und Benzin eingeführt. ... »Details
  2. September 1939: Baubeginn für das Führerhauptquartier Adlerhorst bei Ober-Mörlen
    In Ziegenberg (Langenhain-Ziegenberg; heute Gemeinde Ober-Mörlen) wird mit dem Bau des Führerhauptquartiers Adlerhorst begonnen. Der Bunkerkomplex wird nach Plänen des Architekten Albert Speer von der Organisation Todt gebaut und im August 1940 fertiggestellt. Er soll der Führungsspitze des Reiches dienen und Hitler als Befehlsstelle für die geplante Invasion Englands dienen. Hitler lehnt es ... »Details
  3. 1. September 1939: Sonderausgaben der Zeitungen berichten über den Beginn des Krieges
    Sonderausgaben der hessischen Zeitungen melden den Beginn des Krieges gegen Polen.(OV) ... »Details
  4. 1. September 1939: Bad Wildungen wirbt trotz Kriegssituation um Kurgäste
    Der Kurort Bad Wildungen wirbt trotz der Zuspitzung der politischen Lage und trotz des Kriegsausbruchs im „Reise- und Bäder-Anzeiger“ mit dem Text: Fern dem Lärm der Welt ... Wird noch die ganze bunte Fülle des gesellschaftlichen Programms geboten.(OV) ... »Details
  5. 3. September 1939: Britisches Flugblatt mit Rede Chamberlains bei Flieden abgeworfen
    Ein britisches Flugblatt aus den ersten Tagen des Zweiten Weltkriegs bei Flieden gefunden.(OV) ... »Details
  6. 4. September 1939: Ausweitung der weiblichen Arbeitsdienstpflicht
    Angesichts des Kriegsbeginns wird die „Reichsarbeitsdienstpflicht“ für junge Frauen mit der „Verordnung über die Durchführung der Reichsarbeitsdienstpflicht für die weibliche Jugend“ erweitert.(OV) ... »Details
  7. 5. September 1939: Lehrbetrieb an den hessischen Universitäten wird eingestellt
    Bernhard Rust (1883–1945), Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, verfügt in einem Erlass, dass der Universitätslehrbetrieb im kommenden Wintersemester (Beginn: 11. September) nur an einer begrenzten Anzahl von Hochschulen fortgesetzt werden darf, und zwar an den Universitäten in Berlin, Wien, München, Leipzig und Jena und an den Technischen Hochschulen in Berlin und ... »Details
  8. 13. September 1939: Verpachtung des Wiesbadener Kinderheims „Antoniusheim“ an den NS-Verein „Lebensborn“
    Das katholische Kinderheim „Antoniusheim“ am Bahnholz in Wiesbaden wird vom „gleichgeschalteten“ Vorstand des Trägervereins für die Dauer von 99 Jahren an den von der SS getragenen nationalsozialistischen Verein „Lebensborn e. V.“ verpachtet.  ... »Details
  9. 15. September 1939: Erste Kriegsgefangene im Stammlager („STALAG“) Limburg
    Die ersten Kriegsgefangenen treffen im „STALAG XII A“ in Limburg ein.(OV) ... »Details
  10. 15. September 1939: Einschränkungen bei der Nutzung von Kraftfahrzeugen
    Für die Nutzung von Kraftfahrzeugen, die nicht für Kriegszwecke eingezogen wurden, werden Einschränkungen eingeführt. Für den Kreis Frankenberg erlässt der Landrat ein Verkehrsverbot mit entsprechenden Ausnahmegenehmigungen. Für die noch verbliebenen Kraftfahrzeuge verfügt der Landrat eine Umstellung auf Treibgas.(OV) ... »Details
  11. Herbst 1939: Zahlreiche Zuhörer für Nachrichten ausländischer Sender
    Der SS-Sicherheitsdienst berichtet, seit der „Septemberkrise“ (das heißt den Beginn des Krieges) würden von fast allen deutschen Hörerkreisen nach wie vor regelmäßig deutschsprachige Nachrichten und Sendungen ausländischer Sender gehört. Dabei handele es sich vor allem um die Sender London, Straßburg, Lille und Nizza. Demgegenüber würden die Meldungen von Radio Moskau von ... »Details
  12. Herbst 1939: Aktivitäten und Veranstaltungen der katholischen Kirche gegen Alkoholmissbrauch
    Das Sicherheitshauptamt der SS fasst in seinem Vierteljahresbericht die Nachrichten über die Aktivitäten in den Kirchen zusammen. Dabei werde unter anderem gemeldet, dass die katholische Kirche eine rege Tätigkeit auf dem Gebiet der Alkohol- und Rauschgiftbekämpfung entwickele. Im Anschluss an die Reichstagung „Gegen Alkohol und Nikotin zu Frankfurt/Main“ hätten vom Caritas-Verband als ... »Details
  13. 29. September 1939: Weitere starke Einschränkungen für Juden im Alltagsleben
    Juden werden in ihrer Bewegungsfreiheit und ihrem Alltagsleben weiter stark eingeschränkt. Die Juden in Frankenberg dürfen ihre Einkäufe nur noch dienstags und donnerstags von 16 bis 17 Uhr in den ihnen vorgeschriebenen Geschäften erledigen.(OV) ... »Details
  14. 1. Oktober 1939: Wiederaufnahme des Lehrbetriebs an der Universität Marburg
    An mehreren deutschen Universitäten, darunter an der Universität Marburg, wird der Lehrbetrieb wieder aufgenommen.(OV) ... »Details
  15. 4. Oktober 1939: Flaggenschmuck und Glockenläuten zum Sieg über Polen
    „Im Zeichen des Sieges“ über Polen wird für alle Städte und Dörfer eine Woche Flaggenschmuck angeordnet. In Darmstadt läuten täglich von 12 bis 13 Uhr die Kirchenglocken.(OV) ... »Details
  16. 6. Oktober 1939: Frankenberger Amtgefängnis von Juden überfüllt
    Der Gefängnisvorsteher am Amtsgericht in Frankenberg (Eder) berichtet, dass das Gefängnis mit verhafteten Juden überfüllt sei. Er bittet den Landrat, bei der weiteren Verhaftung von Juden zu veranlassen, dass sie baldmöglichst vernommen und in ein Lager abtransportiert werden.(OV) ... »Details
  17. 10. Oktober 1939: Flugblattabwürfe über Frankfurt während der „Führerrede“
    Der Bericht des SS-Sicherheitsdienstes zur innenpolitischen Lage meldet, dass am 10. Oktober während der Rede des Führers1=Am Nachmittag des 10. Oktober sprach Adolf Hitler (1889–1945) auf einer Volkskundgebung zur Eröffnung des Winterhilfswerks 1939 im Berliner Sportpalast. Dabei wiederholte er „zum allerletzten Mal“ seine Aufforderung an England, sein Angebot anzunehmen und Frieden zu ... »Details
  18. 13. Oktober 1939: Eröffnung des Kriegswinterhilfswerks 1939/40 in Offenbach
    In Offenbach am Main eröffnet Reichsstatthalter Jakob Sprenger (1884–1945) das Kriegswinterhilfswerk 1939/40 für den Gau Hessen-Nassau. Damit findet das seit Jahren bekannte „Winterhilfswerk des deutschen Volkes“ (kurz: „Winterhilfswerk“ oder WHW) der NS-Volkswohlfahrt (NSV) unter verändertem Namen auch nach Kriegsausbruch eine Fortsetzung. Die Sammelaktion, die 1933 vom ... »Details
  19. 15.-17. Oktober 1939: Berichte über Abschüsse feindlicher Flugzeuge in Südhessen
    Im vierteljährlichen geheimen Bericht des Reichssicherheitshauptamts zur innenpolitischen Lage vom 18. Oktober 1939 wird der Abschuss englischer und französischer Flugzeuge in Südhessen behandelt:Über Darmstadt und Mainz erschienen in der Nacht vom 15. zum 16. d.M. [Oktober] mehrere englische Flugzeuge. Die deutsche Flakartillerie setzte mit Abwehrfeuer ein und schoß bei Darmstadt in der ... »Details
  20. 16. Oktober 1939: Absturz und Abschuss feindlicher Flugzeuge im Ried
    Beim Abwurf von Flugblättern stürzt ein britisches Flugzeug bei Wallerstädten nahe Groß-Gerau ab. Am selben Tag schießt die deutsche Flak über der Rheinbrücke bei Gernsheim einen französischen Aufklärer ab. ... »Details
  21. 18. Oktober 1939: Bericht über verdeckte Lebensmittelversorgung der Juden in Frankfurt
    Im vierteljährlichen geheimen Bericht des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) zur innenpolitischen Lage vom 18. Oktober 1939 werden Informationen über die verdeckte Lebensmittelversorgung der jüdischen Bevölkerung in Frankfurt am Main wiedergegeben: ... »Details
  22. 23. Oktober 1939: Kritik an bevorzugter Versorgung für kriegsgefangene Offiziere
    Der Bericht des Sicherheitsdienstes der SS zur innenpolitischen Lage vom 23. Oktober 1939 beschäftigt sich unter anderem mit der Kritik an der Versorgung von Kriegsgefangenen. Nach den eingegangenen Meldungen werde die Lebensmittelzuteilung für Gefangene, insbesondere für Offiziere1=Es dürfte sich fast ausschließlich um gefangene Offiziere der polnischen Armee gehandelt haben. als ... »Details
  23. 23. Oktober 1939: Bericht über stark gestiegenen Absatz ausländischer Zeitungen
    Der Bericht des SS-Sicherheitsdienstes zur innenpolitischen Lage fasst die Meldungen über die Pressesituation im Reich zusammen. Auffallend sei demnach unter anderem, dass der Absatz der „Neuen Basler Zeitung“ rapide angestiegen sei. So werde beispielsweise aus Frankfurt am Main gemeldet, dass dort im August 1939 (das heißt vor Kriegsbeginn) täglich etwa 150 Exemplare der Zeitung verkauft ... »Details
  24. 25. Oktober 1939: Goebbels interveniert wegen schlechten Theaterbesuchs in Wiesbaden
    Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels (1897–1945) interveniert bei der Kulturgemeinde in Wiesbaden wegen des schlechten Besuchs des Deutschen Theaters in der Stadt. Er ordnet an, dass der Nationalsozialistischen Gemeinschaft (NSG) „Kraft durch Freude“ Plätze in den Vorstellungen für 50 Reichspfennige angeboten werden sollen. Das frühere Preußische Staatstheater befindet sich unter ... »Details
  25. 25. Oktober 1939: Kritik an Bevorzugung der Geistlichen bei Einschränkungen der Kraftfahrzeugzulassungen
    In seinem Bericht zur innenpolitische Lage vom 25. Oktober 1939 gibt das Sicherheitshauptamt der SS die Kritik an der Bevorzugung von Geistlichen bei der Kraftfahrzeugzulassung wieder: Einzelne Maßnahmen zur verkehrspolizeilichen Einschränkung der Zulassung von Kraftfahrzeugen aus Gründen der Brennstoffersparnis werden von der Bevölkerung noch hin und wieder bemängelt. Namentlich in der ... »Details
  26. 25. Oktober 1939: Pferdekrankheit behindert Einquartierungen in Hessen
    Das Sicherheitshauptamt der SS weist in seinem geheimen Bericht zur innenpolitischen Lage vom 25. Oktober 1939 auf die nach wie vor grassierenden Tierkrankheiten hin, die für die Landwirtschaft und das Wirtschaftsleben eine Gefahr darstellen. So sind Tierbestände in verschiedenen Kreisen etwa von der Maul- und Klauenseuche oder der Schweinepest befallen. In Hessen, so wird berichtet, ist ... »Details
  27. 4. November 1939: Unterrichtsbeginn im Musischen Gymnasium in Frankfurt
    In Frankfurt am Main nimmt das erste „Musische Gymnasium“ Deutschlands den Unterrichtsbetrieb auf.(OV) ... »Details
  28. 4.-5. November 1939: Abwurf von britischen Flugblättern bei Wiesbaden
    Der Bericht zur innenpolitischen Lage des SS-Sicherheitsdienstes berichtet, in der Nacht vom 4. zum 5. November und am Vormittag des 5. November seien in der Pfalz und in der Nähe von Wiesbaden unbemannte Ballons mit feindlichen Propagandaflugblättern angetrieben worden. Die Flugblätter seien noch in Päckchen gehüllt gewesen, weil der Mechanismus zur Öffnung offenbar nicht funktioniert ... »Details
  29. 8. November 1939: Abwürfe feindlicher Flugblätter auch in Hessen
    Das Sicherheitshauptamt der SS schildert in seinem geheimen Bericht zur innenpolitischen Lage die feindliche Flugzettelpropaganda mittels unbemannter Ballons in den letzten Tagen. Danach wurden feindliche Flugblätter in einem weiten Bereich zwischen Ostwestfalen und der Steiermark gefunden. In Hessen unter anderem in Marburg, Mücke und Grünberg. Die Flugblätter kommen aus England, was sich ... »Details
  30. 8. November 1939: Erhebliche Probleme bei der Evakuierung der deutschen Bevölkerung aus den westlichen Grenzgebieten
    Der Bericht des Sicherheitshauptamts der SS zur innenpolitischen Lage vom 8. November 1939 beschreibt und kritisiert die Probleme bei der Räumung der westlichen Grenzzone und der sogenannten Rückführung der dortigen Bevölkerung in das Reichsinnere. Die Aktion sei zwar gut vorbereitet gewesen, die Durchführung aber habe durch Organisationsmängel und Kompetenzüberschneidungen teilweise stark ... »Details